Freitag, 28. Dezember 2012

Kokosmakronen

Zu Weihnachten muss es immer Kokosbusserl geben. Die sind fruchtiger und leichter als die buttrigen Vanillekipferl und man hat ein etwas weniger schlechtes Gewissen wenn man mehr als eines isst. Ausserdem sind sie in Pyramidenform mit Schokofuß ja auch besonders schön.



Kokosmakronen
2 Eiweiß
70g Zucker
1 Prise Salz
1 Tl Honig
1 El Mehl
100g Kokos
ein paar Stücke Schokolade zum Tunken

1. Alle Zutaten in einem Topf gut vermischen und dann ein paar Minuten erhitzen und dabei immer umrühren. Der Zucker schmilzt dabei und die Masse wird gut klebrig. Aber nicht zu lange, es soll nicht braun oder trocken werden. Abkühlen lassen.
2. Backrohr auf 170°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Kleine Portionen der Masse mit den Fingern am Blech zu Pyramiden formen und das ganze etwa backen bis die Spitzen hellbraun werden. (Ich weiß nicht mehr genau wie lang das gedauert hat. Etwa 15-20 Minuten wahrscheinlich.) Dann sind sie aussen fest und innen noch gut saftig.
3. Wenn die Makronen ganz abgekühlt sind, die Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Makronen hineintunken. Die überflüssige Schokolade mit einem Löffel abstreichen und die Makronen wieder auf das Backpapier setzen und trocknen lassen. Wenn die Schokolade ganz fest ist lassen sich die Makronen ganz einfach vom Papier lösen.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Schneebälle

Morgen ist schon Weihnachten? Wie ist das passiert Krebsen? Da wird es aber Zeit schnell noch ein paar Kekse zu backen. Ein paar weiße Bälle zum Beispiel. Ganz mürbe sodass sie auf der Zunge schmelzen. Ist ja eigentlich ein Vanillekipferlteig aber Kugerln rollen geht schneller und wir haben ja keine Zeit!



Schneebälle
reicht für etwa 20 Bälle (je ca. 10g)
75g Mehl
60g Butter
20g geriebene Mandeln
20g geriebene Haselnüsse
25g Staubzucker
1/2 Tl Vanillezucker
+ Staubzucker-Vanillezucker-Mischung für später

1. Alle Zutaten in einer Schüssel mit den Knethaken des Handrührers verkneten. Es dauert eine Weile bis sich eine bröselige Mischung bildet, die man dann ganz einfach mit den Fingern zu einem Teig drücken kann. Also bitte keine Flüssigkeit hinzufügen, dadurch wird der Teig nur weniger mürbe. Dann den Teig zu einer Kugel formen, in Folie einwickeln und eine Stunde in den Kühlschrank legen.
2. Backrohr auf 160°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und schnell zu kleinen Kugeln rollen. Der Teig soll dabei möglichst kalt bleiben. Kugeln auf dem Blech verteilen und ca. 15-18 Minuten backen bzw so lange bis die Kekse hellbraune Böden haben. Noch heiß in der Zuckermischung wälzen. Wenn sie im warmen Zustand zu viel Zucker aufsaugen, kann man sie wenn sie kalt sind nochmal bestreuen.

Samstag, 22. Dezember 2012

Passionsfrucht Tarte mit Himbeeren

Da ist es! Das Rezept für die feine, fruchtige Passionsfrucht Tarte meiner Cousine Johanna. Sooooo gut! Und das beste ist, wenn man auf die schnelle keine Passionsfrüchte findet, kann man einfach gekauften Smoothie in der passenden Geschmacksrichtung verwenden.


Für die Passionsfrucht Tarte braucht man einen vorgebackenen Mürbteig (24cm Durchmesser), den man eventuell mit einer dünnen Schicht weißer Schokolade einstreichen kann (zum Abdichten, trocknen lassen bevor die Creme dazu kommt) oder mehrere kleine vorgebackene Tartelettes. Und ein paar Himbeeren natürlich.
Für die Creme:
50g weiche Butter
3 Blätter Gelatine
2 Eier + 1 Eigelb
150g Zucker
1 Tl Maisstärke
200g Passionsfruchtpuree (bzw. Innocent Smoothie Mango Maracuja)
2 El Zitronensaft

1. Gelatineblätter 10 Minuten in sehr kaltem Wasser einweichen. In einer Schüssel Eier, Eigelb, Zucker und Maisstärke vermischen. Passionsfruchtpuree und Zitronensaft dazu rühren.
2. Gelatineblätter aus dem Wasser nehmen und fest ausdrücken. Die Eimischung in einem Topf auf kleiner Flamme aufkochen und dabei immer umrühren. Wenn die Mischung eindickt, vom Herd nehmen und die Gelatine gut unterrühren.
3. Die Creme ca. 15 Minuten abkühlen lassen. Sie soll noch warm aber nicht mehr heißt sein. (~60°C) Die Butter unterrühren. Eventuell mit dem Stabrührer ganz glatt rühren.
4. Auskühlen lassen und auf den Tarteboden gießen. Im Kühlschrank fest werden lassen und zum Schluss die Himbeeren darauf verteilen.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Himbeer Zitronen Minimuffins

In England gibt es ein Geschäft das unendlich viele verschiedene Küchenutensilien verkauft. Es heißt Lakeland und dort gibt es wirklich alles was man sich vorstellen kann und auch einige Dinge, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie jemand brauchen kann. Vor allem die Backabteilung ist fantastisch. Unglaublich fantastisch! Dort gibt es Glitzer und Zuckerperlen, Aromen, Lebensmittelfarben, Papierförmchen mit Blumen und Schneemännern, mit Silber und Gold, Cupcake Étageren und Cake Pop Stiele und viele tolle Backformen in allen Größen und Formen. Da hab ich auch diese Minimuffin Formen her. Perfekt für Feste. Klein, süß und mit einem Bissen schon wieder weg.


Das sind tolle kleine Muffins! Der Teig ist ganz leicht und luftig, leicht buttrig und mit feinem Zitronenaroma von der frischen Zitronenschale. Die Himbeere schaut hübsch aus und passt auch gut zum Teig. Die machen sich auch gut als kleine Cupcakes. Ohne Himbeere vielleicht, sondern mit Meringue Frosting. Mmmhh. Das Rezept habe ich diesmal direkt von Smitten Kitchen übernommen. Es war so perfekt, da musste gar nichts abgeändert werden.

Sonntag, 2. Dezember 2012

Grüne Schinkenquiche

Schön war die Geburtstagsparty. Nichts ist übrig geblieben. Auch nicht diese Quiche. Da sind lauter gute Dinge drin wie Spinat, Pinienkerne, Schinken, Käse. Man sollte sie wieder machen. Ja, auf jeden Fall, Krebsen! Aber das nächste Mal mit einem Mürbteig glaube ich. Dieser Topfen-Ölteig war doch nicht ganz perfekt. Im Rezept unten gibt es daher einen kleine Abwandlung zur der Geburtstagsquiche.




Grüne Schinkenquiche
für den Teig
120g kalte Butter
240g Mehl
2 El eiskaltes Wasser
1/2 Tl Salz

für den Belag
100g TK Blattspinat, aufgetaut und ausgedrückt
1/2 Bund Schnittlauch, fein geschnitten
2 Handvoll Rucola, gehackt
2 Bund Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
200g Schinken, gewürfelt
2 El geröstete Pinienkerne
120g grob geriebener Käse (Gouda oder Emmentaler)
4 Eier
1/2 Becher Schlagobers
Salz, Pfeffer und Muskat

1. Für den Teig alle Zutaten schnell zu einem Teig verarbeiten und im Kühlschrank mindestens eine halbe Stunde kühlstellen.
2. Backrohr auf 180°C vorheizen und den Teig ausrollen. Eine Quicheform (26-28cm Durchmesser) mit dem Teig auslegen und die Reste an der Kante abschneiden. Den Teig am Boden ein paar Mal mit einer Gabel einstechen.
3. Für die Füllung Spinat, Schnittlauch und Rucola in einer Schüssel vermischen. Die Frühlingszwiebeln ein paar Minuten in einer Pfanne mit etwas Olivenöl andünsten. Danach auch zu der Fülle geben. Schinken und Pinienkerne zuletzt untermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
4. Die halbe Masse auf dem Teigboden verteilen und den halben Käse darüberstreuen. Dann die zweite Hälfte Fülle darauf verteilen und wieder mit dem restlichen Käse bedecken. Eier und Schlagobers miteinander verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Masse über die Quiche gießen. Etwa 40 Minuten backen bis alles fest ist und die Teigränder leicht hellbraun sind.

Samstag, 24. November 2012

Kokosmuffins

Kleine, zarte Muffinwolken mit doppelt Kokos und Vollkorn. Mit Kokosöl habe ich davor noch nicht viel gemacht. Da wird die Textur besonders interessant. Ganz seidig irgendwie. Weder so feucht wie bei Öl, noch so mürbe wie bei Butter. Irgendwo dazwischen und mit tollem Kokosaroma!





Kokosmuffins
adaptiert von smitten kitchen
90g Kokosöl
95g Mehl
60g Vollkornmehl
1,5 Tl Backpulver
1 Prise Salz
230g Joghurt (Raumtemperatur)
90g Zucker
1 Tl Vanillezucker
1 Ei (Raumtemperatur)
90g geriebene Kokosnuss

1. Backrohr auf 200°C vorheizen und ein Muffinblech mit Formen auslegen. Das Kokosöl schmelzen, damit es flüssig ist aber nicht heiß. Mehl, Backpulver, Salz und 75g Kokosnuss mischen.
2. In einer zweiten Schüssel Ei, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Joghurt und Kokosfett unterrühren. Danach die Mehlmischung unterrühren und den Teig in den Förmchen verteilen. (reicht für etwa 10 Stück) Mit der restlichen Kokosnuss bestreuen und 20 Minuten backen.

Samstag, 17. November 2012

Petit Pain D'Epices

Ein Lebkuchen-Kuchen. Flaumig und mit Knusperzucker drumherum. Das echte pain d'epice wird in einer Kastenforn gebacken und in Scheiben aufgeschnitten. Es ist ein bisschen dünkler und weniger süß als diese kleinen duftenden Küchlein. Die hier machen sich bestimmt auch gut als Cupcakes!



Pain D'Epice
adaptiert von Tartelette
160g Honig (oder auch teilweise Ahornsirup)
30g Zucker
170ml warme Milch
180g Mehl
1,5 Tl Backpulver
1 Tl Lebkuchengewürz
1 Prise Salz
4 El kalte Butter
1 Ei
Kristallzucker und Zimt

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Muffinblech oder andere kleine Formen buttern. Honig und Zucker in der Milch auflösen.
2. Mehl, Backpulver, Lebkuchengewürz und Salz mischen und die kalte Butter mit den Fingern in die Mischung reiben. Das Ei mit der abgekühlten Milch verquirlen und die Mehlmischung nach und nach unterrühren.
3. Den Teig in die Formen gießen (er ist sehr flüssig) und etwa 20 Minuten backen. Inzwischen Zucker und Zimt mischen und die fertig gebackenen Küchlein noch heiß darin wälzen.

Freitag, 9. November 2012

Vollkorn Kürbisbrot mit Ahornsirup

Mmmmmh Kürbiszeit! Als Suppe, im Risotto, mit Pasta und natürlich gedämpft und püriert mit Zimt, Ingwer, Ahornsirup und Muskat in einem duftenden Herbstkuchen. Idealerweise mit Kürbiskernen bestreut, aber Mandeln schmecken genauso gut. Den Kürbis kann man mit einem Dämpfaufsatz dämpfen oder einfach halbiert und entkernt im Backrohr backen bis er ganz weich ist.






Vollkorn Kürbisbrot mit Ahornsirup
150g Vollkornmehl (ich habe Weizen verwendet)
70g glattes Mehl
1,5 Tl Backpulver
1/2 Tl Natron
1 El Zimt
1 Prise Muskat
1 Prise Salz
2 cm geriebener Ingwer
130g Ahornsirup
100g Zucker
3 Eier
250g Kürbispüree (Kürbis weich dämpfen oder backen und dann pürieren)
120ml Öl
Zucker und Kürbiskerne zum Bestreuen (oder Mandeln, wenn man keine Kürbiskerne hat)

1. Backrohr auf 170°C vorheizen und eine Kastenform oder zwei kleinere Formen fetten. Mehl, Backpulver, Natron, Zimt, Muskat und Salz in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Schüssel Ingwer, Sirup, Zucker und Eier schaumig schlagen.
2. Kürbis und Öl unterrühren. Danach die Mehlmischung nach und nach unterrühren. Den Teig in die Form füllen und mit Zucker und Kernen bestreuen. Etwa eine Stunde backen bzw so lange bis ein Holzstäbchen sauber aus dem Teig herauskommt.


Mittwoch, 7. November 2012

Zimt Pflückbrot

Wie übersetzt man das amerikanische pull-apart bread am besten, das man auf allen möglichen Blogs findet? Eigentlich sollte man es Shar Pei Brot nennen. Pflückbrot vielleicht? Es besteht nämlich aus vielen Scheiben Germteig, mit Zimt, Zucker und Butter dazwischen die man gut auseinander pflücken kann. Dass Germteig zerpflückt noch viel besser schmeckt als geschnitten, haben wir ja schon vor langer Zeit festgestellt, stimmts Krebsen? Und dann noch Zimtzucker zwischen den Schichten. Da ist alles gesagt. Danke für das Rezept mein Krebsen.





Zimt Pflückbrot
330g Mehl
2 El Speisestärke
3/4 Tl Salz
2 1/2 Tl Trockengerm
30g Zucker
80ml Milch
55g Butter
60ml Wasser
2 Eier

Fülle:
130g brauner Zucker
2 Tl Zimt
1Tl Speisestärke
50g Butter

1. Alle trockenen Zutaten für den Teig in einer Schüssel mischen. Milch erhitzen und Butter darin schmelzen, Wasser dazugeben. Abkühlen lassen bis die Flüssigkeit nur noch lauwarm ist. Alle Zutaten für den Teig vermischen und mit den Knethaken des Handrührers kneten, bis ein glatter Teig entstanden ist, der sich vom Schüsselrand löst. Mit Klarsichtfolie abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen.
2. Eine Kastenform fetten. Für die Fülle Zucker, Zimt und Speisestärke mischen. Butter schmelzen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem fingerdicken Rechteck ausrollen. Mit der Butter bestreichen und die Zuckermischung darüber streuen. Den Teig mit einem Messer (ein Pizzaschneider funktioniert besonders gut) in grobe Quadrate schneiden, die ungefähr die Fläche der Seitenwände der Kastenform haben. Teigstücke aufeinander stapeln und in die Kastenform legen. Die Form muss auch nicht voll werden. Bei mir war sie nur zur Hälfte gefüllt und die Scheiben sind umgefallen (sieht man im Foto) aber das macht gar nichts.
3. Den Teig nochmal an einem warmen Ort eine halbe Stunde gehen lassen. Inzwischen das Backrohr auf 180°C vorheizen. Das Brot backen bis es goldbraun ist. Ich hab leider vergessen wie lang das genau war aber ich nehme an etwa eine halbe Stunde.
4. Aus der Form lösen und am besten noch warm auseinanderpflücken und essen. Schmeckt auch gut mit einer Zucker-Zimtglasur, für die, die es gerne noch ein bisschen süßer haben.

Sonntag, 4. November 2012

Pavlovas

Eiweiß übrig? Wie wärs mit ein paar Kokosbusserl oder Macarons oder Pavlovas? Aussen knusprig, innen noch weich. Diese sind von Orangette, nur in Kakaopulver gewälzt statt mit Kakaobohnen-Stückchen gefüllt.


Donnerstag, 1. November 2012

Striezel

Es gibt nur eine Sache die meiner Meinung nach besser riecht als feuchte Kellergewölbe und das ist der Duft von frisch gebackenem Germteig. Auch wenn du dich immer über mich lustig machst, weil ich an allem rieche, was ich esse, in diesem Fall wirst du es verstehen Krebsen. In der hübschen Form eines Striezels passt er sogar perfekt zu Allerheiligen.






Striezel
350g Mehl
1 Prise Salz
1 Pk Trockengerm (7g)
30g Staubzucker, gesiebt
Schale einer halben Bio Zitrone
2 Tl Vanillezucker
180ml lauwarme Milch
30g weiche Butter
2 große Dotter (Zimmertemperatur)

1 Dotter und ein Schluck Milch zum Bestreichen
Hagelzucker oder gehobelte Mandeln

1. Mehl, Salz, Germ, Zucker, Zitronenschale und Vanillezucker in einer Schüssel mischen. Die Butter in die Milch legen, damit sie noch weicher wird. Mit einem Handmixer (Knethaken) Dotter und Milchmischung unter die trockenen Zutaten rühren. So lange mit dem Mixer verkneten (oder mir der Hand) bis der Teig glatt und elastisch ist und sich komplett vom Schüsselrand löst. (etwa 5 Minuten) Den Teig mit Klarsichtfolie oder einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort eine halbe Stunde gehen lassen. Ich stelle die Schüssel immer ins Backrohr, das ich vorher auf niedrigster Stufe aufgeheizt habe. Dort gibt es auch keinen Luftzug. Das ist wichtig beim Germteig.
2. Den Teig noch einmal kurz durchkneten und wieder zugedeckt 20 Minuten gehen lassen. Danach den Teig in 3, 4 oder 6 Stränge teilen und zu einem Zopf flechten. Eine gute Anleitung gibt es zum Beispiel hier. Ich habe für meinen Zopf 4 Stränge verwendet. Den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und wieder zugedeckt 30 Minuten gehen lassen.
3. Backrohr auf 170°C vorheizen, Dotter und Milch vermischen. Den Zopf damit einpinseln und mit Hagelzucker oder Mandeln bestreuen. Etwa 30 Minuten (bis der Striezel goldbraun ist) in der unteren Backrohrhälfte backen.

Montag, 29. Oktober 2012

Apfelpizza mit Maronicreme

Letztes Jahr in Reading war die Backsituation ja doch eine recht eingeschränkte. Es gab keinen Mixer, keine Waage, ein temperamentvolles Backrohr und einen Supermarkt, der nicht mal Buttermilch kennt. Da nicht backen auch keine Lösung ist, mussten simple aber natürlich trotzdem phänomenal gute Alternativen gefunden werden. Dieser Blechkuchen ist genau das. Blätterteig ausrollen (den gab es sogar dort), Obst dünn aufschneiden, auflegen, Zucker drüberstreuen, backen, fertig. Knusprig, saftig, fruchtig, süß, perfekt. Hier hab ich noch ein bisschen Maronicreme dünn auf den Teig gestrichen, bevor die Apfelscheiben drauf kommen. Zwecks Dekadenz natürlich. Geht aber genauso gut ohne.  



Apfelpizza mit Maronicreme
1 TK Blätterteig
4-5 mittelgroße Äpfel
Zucker (nach Geschmack, ich finde weniger ist besser, also etwa 2 EL)
Maronicreme (kann man auch weglassen)

1. Backrohr auf 200°C vorheizen. Blätterteig auf einem Backblech ausrollen und in 4 (etwa Apfelbreite) Bahnen schneiden.
2. Äpfel, schälen, entkernen und in hauchdünne Scheiben schneiden. Maronicreme dünn auf dem Teig verstreichen. Äpfel darauf überlappend schichten. Mit Zucker bestreuen.
3. Backen bis die Ränder goldbraun und knusprig sind.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Winzerkuchen

Ich hab noch nie was mit Weintrauben gebacken und mit Topfen-Ölteig auch noch nicht. Es war also höchste Zeit. Topfen-Ölteig ist fast wie Germteig in der Konsistenz, aber ohne Gehzeit. Das ist besonders praktisch wenn man schon halb verhungert vor dem Backrohr sitzt und alle zwei Minuten auf die Uhr und den Bräunungsgrad der Teigränder schaut. Nur der Germgeruch fehlt. Das ist ein bisschen schade, aber auch nur ein bisschen. Die Topfencreme macht das wieder gut. 




Winzerkuchen
für den Teig:
250g Mehl
1 Tl Backpulver
150g Topfen
70g Zucker
5 El Öl
2 Eier
1 Prise Salz
für den Belag:
2 Eier
100g Zucker
1 Tl abgeriebene Zitronenschale
350g Topfen
50g Grieß
500g Trauben

1. Topfen, Zucker, Öl, Eier und Salz in einer Schüssel verrühren. In einer zweiten Schüssek Mehl und Backpulver mischen und danach unter die Masse sieben und rühren bis ein Teig entsteht.
2. Backrohr auf 200°C vorheizen und eine Springform (24cm Durchmesser) oder ein mittelgroßes Blech fetten. Die Trauben waschen, trocknen und halbieren.
3. Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Dotter, Zucker und Zitronenschale schaumig rühren. Topfen und Grieß dazugeben und am Schluss den Eischnee unterheben.
4. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und den Boden der Form damit auslegen, Topfenmasse darüberstreichen und die Trauben darauf verteilen. Etwa 40 Minuten backen.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Apfel Karotten Vollkornkuchen mit Haselnüssen

Da ist alles drin was gut und herbstlich ist. Wie ein süßes Frühstücksweckerl, nur viel saftiger und zarter. Alle waren begeistert und deswegen wird er jetzt in allen Variationen ausprobiert. Birnen statt Äpfel, Zucchini statt Karotten, Mandeln oder Walnüsse statt Haselnüsse, Ahornsirup statt Honig, braune Butter statt Öl, ein paar Cranberries vielleicht oder Vanille statt Zimt, Cardamom und Kürbis und und und! Man kann daraus auch super Muffins machen. Unglaublich gut. Wirklich.



Apfel Karotten Vollkornkuchen mit Haselnüssen
inspiriert von Cannelle & Vanille
80g glattes Mehl
60g Vollkornmehl (könnte man bestimmt auch mit Dinkelmehl oder Hafermehl probieren)
50g geriebene Nüsse
1 1/2 Tl Backpulver
1 Prise Salz
1/2 Tl Zimt
1 Prise Muskatnuss
3 kleine Karotten, geschält und gerieben
1 mittelgroßer säuerlicher Apfel, geschält uns klein gewürfelt (Boskop zum Beispiel)
2 cm geriebener Ingwer
80g Honig
40g Zucker (weiß oder braun)
2 mittelgroße Eier
5 El Öl
2 handvoll ganze Haselnüsse

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Kastenform fetten bzw. ein Muffinblech mit Förmchen auslegen. Mehl bis Muskat in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Schüssel Karotten, Apfelstücke und Ingwer mischen.
2. In einer dritten Schüssel Honig, Zucker und Eier schaumig schlagen, Öl dazugeben und verrühren. Trockenzutaten dazugeben und rühren, danach die Karotten-Apfelmischung unterrühren. Haselnüsse grob hacken. (Wie im Bild oben.) 
3. Teig in die Form füllen und die gehackten Haselnüsse drüberstreuen. 50-60 Minuten backen. (Bei Muffins etwa 25 Minuten.)

Dienstag, 9. Oktober 2012

Rotweinkuchen

Wein im Kuchen? Ja warum denn nicht Krebsen! Er ist auch ganz unauffällig und macht den Teig gut saftig und Rotwein passt sowieso bestens zu dunkler Schokolade. Prost!





Rotweinkuchen
4 Eier
200g weiche Butter
200g Zucker
250g Mehl
1/2 Pk Backpulver (5-6g)
1 Prise Salz
1 Tl Zimt
2 Tl Kakaopulver
1/8 l trockener Rotwein (oder Milch)
100g gehackte Schokolade

1. Backrohr auf 180 °C vorheizen und eine Kastenform fetten und mit Mehl stäuben. Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.
2. Butter und Zucker in einer Schüssel schaumig rühren, die Dotter dazurühren. Mehl, Backpulver, Salz, Zimt und Kakao mischen und abwechselnd mit dem Rotwein unter die Buttermasse rühren. Die Schokolade unterheben.
3. Den Eischnee vorsichtig unter den Teig heben, die Masse in die Form füllen und etwa eine Stunde lang backen.

Freitag, 5. Oktober 2012

Schnelle Apfeltarte

Die letzten warmen Tage. Da wird noch gegrillt und Eis geschleckt und saftige Apfeltarte gegessen, die ja eigentlich ein flacher Kuchen ist, nachdem man Teig und Äpfel miteinander verrührt. Macht nichts. Schmeckt trotzdem supergut. Die kleinen, hübschen Törtchen sind das Werk meiner Cousine Johanna. Fast zu schön zum Essen, aber viel zu gut um es nicht zu tun!







Schnelle Apfeltarte

900g säuerliche Äpfel
etwas Zitronensaft
100g Mehl
2 Tl Backpulver
1 Prise Salz
100g weiche Butter
250g Zucker
1 Pk Vanillezucker
2 Eier
100ml Milch (oder etwas weniger, wenn man große Eier verwendet)

1. Äpfel schälen, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Mit Zitronensaft mischen und beiseite stellen. Backrohr auf 190°C vorheizen und eine Tarteform oder Springform (ca. 16cm Durchmesser) fetten. (Vorsicht bei Tarteformen mit herausnehmbaren Boden! Der Teig ist recht flüssig und kann zwischen Rand und Boden herausrinnen. Sicherheitshalber die Form mit Alufolie umwickeln.)
2. Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. In einer anderen Schüssel Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Die Eier nach und nach zugeben und gut verrühren. Dann abwechselnd Mehlmischung und Milch unterrühren.
3. Die Apfelstücke unter den Teig heben und dann alles in die Form gießen. Etwa 45 Minuten goldbraun backen.

Samstag, 29. September 2012

Haselnuss Schokokekse

Ich wurde gestern gefragt ob ich jetzt schon angefangen habe Weihnachtskekse zu backen. Als ob man nur zu Weihnachten Kekse essen kann. Also wirklich. Man kann doch nicht 12 Monate auf diese fabelhaft nussig und buttrigen Knusperkekse mit Schokoladenkern warten. Durch die Haselnüsse werden sie besonders intensiv im Geschmack, aber man kann natürlich auch Mandeln verwenden und die Schokolade durch Marmelade ersetzen.


Haselnuss Schokokekse
von Smitten Kitchen
110g geriebene Haselnüsse (oder Mandeln)
140g Zucker
160g Mehl
1 Prise Salz
100g Butter
1 großes Ei
ein paar Rippen Schokolade für die Füllung

1. Alle trockenen Zutaten vermischen. Die Butter in Stücke schneiden und mit dem Knethaken eines Handrührers unter die Nussmischung rühren bis die Masse krümelig wird. Das Ei dazugeben und vermischen. Den Teig zu einer Kugel formen, in Folie einwickeln und im Kühlschrank mindestens eine halbe Stunde rasten lassen. (Der Teig kann bis zu 3 Tage in Kühlschrank aufbewahrt werden.)
2. Den Teig zu kleinen Kugeln formen (etwa so groß wie eine Walnuss oder kleiner) und auf einem Teller nochmal 10 Minuten in den Kühlschrank stellen. Inzwischen das Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
3. Die Kugeln mit etwa 5cm Abstand zueinander auf das Blech legen und mit dem Stiel eines Kochlöffels Vertiefungen in die Mitte der Kugeln drücken. (Da kommt nach dem Backen die Schokolade hinein.) 10-12 Minuten backen.
4. Wenn die Kekse ausgekühlt sind die Schokolade schmelzen (im Wasserbad oder vorsichtig in der Microwelle), in einen Tiefkühlbeutel füllen, die Spitze abschneiden und die Schokolade in die Vertiefungen spritzen. Fest werden lassen.

Dienstag, 25. September 2012

Birnen Schoko Muffins

Schon wieder etwas kleines, rundes und saftig herbstliches. Aber diesmal ein bisschen rustikaler mit großen Birnen- und Schokostücken. Man soll ja auch sehen können was drin ist. Stimmts Krebsen?




Birnen Schoko Muffins
aus dem Oktoberheft von "frisch gekocht"
2 mittelgroße Birnen
1 El Zitronensaft
50g dunkle Schokolade
200g Mehl
1 1/2 Tl Backpulver
1 Prise Salz
100g weiche Butter
100g Zucker
2 Eier
Staubzucker zum Bestreuen

1. Birnen schälen, entkernen und in ca 1cm große Würfel schneiden, mit dem Zitronensaft mischen und beiseite stellen. Die Schokolade grob hacken.
2. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.
3. Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker schaumig rühren und nach und nach die Eier dazugeben. Die Mehlmischung darüber sieben und alles gut verrühren.
4. Zuletzt Birnenstücke und Schokolade unterheben und den Teig auf die Förmchen verteilen (sollte 10-12 Muffins ergeben). 25-30 Minuten backen bis die Muffins goldbraun sind. Auskühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen.

Samstag, 28. Juli 2012

Pflaumentarte

Weil ich es jetzt auch endlich in den Sommer geschafft habe und da das Steinobst einfach dazugehört, gibt es heute eine Pflaumentarte Krebschen. Das Obst ist sowieso fantastisch und der Teig ist ein Mittelding aus Mürb- und Rührteig. Extrem simpel und supergut! Den kannst du dir merken und wahrscheinlich auch für so ziemlich jedes andere Obst verwenden.



Pflaumentarte
adaptiert von Orangette
120g Mehl
150g Zucker
1/2 Tl Backpulver
1 Prise Salz
3 El Butter
1 Ei
6-8 säuerliche dunkelrote Pflaumen

1. Das Backrohr auf 190 °C vorheizen und eine Tarteform fetten. (20-24 cm Durchmesser)
2. Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. Die Butter mit den Fingern in die Mehlmischung reiben bis eine Art Sand entsteht. Das Ei dazugeben und unterkneten. (Ich habe das auch mit den Fingern gemacht. Man kann aber auch die Knethaken eines Handmixers verwenden.)
3. Den Teig in die Form drücken. Die Pflaumen halbieren und den Kern entfernen. Mit den Schnittseite nach oben leicht in den Teig drücken und dabei einen Abstand von 2-3cm zum Rand lassen.
4. 50-60 Minuten backen und am besten noch warm essen. Schmeckt super pur oder auch mit frischem Schlagobers.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Topfenblechkuchen

Da ist er. Der legendäre, unvergleichbare, fantastische Topfenblechkuchen von meiner Mama! Die Topfencreme aus der Schüssel schlecken ist schon genial und dann kommt noch der Kuchen! Ach, ach der Kuchen. Eine dünne Schicht süßer Mürbteig und vieeeel luftige Creme. Unscheinbar, hellbraun und absolut unglaublich perfekt. Danke Mama!





Topfenblechkuchen
Mürbteig:
250g Mehl
125g Zucker
125g Butter
1 Ei
ein paar Löffel Eiswasser

Topfencreme:
750g Topfen
1 1/2 Becher Sauerrahm
1 1/2 Packerl Vanillepuddingpulver
300g Zucker
4 Dotter
4 Eiweiß

1. Alle Zutaten für den Teig verkneten, zu einer Kugel formen, in Folie einwickeln und eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.
2. Backrohr auf 180°C vorheizen. Den Teig auf einem Backblech dünn ausrollen.
3. Für die Creme alle Zutaten bis auf das Eiweiß verrühren. Eiweiß steif schlagen und unter die Creme heben. Die Creme auf dem Teig verteilen. (Nicht alles, damit man noch was zum Naschen hat.) 30 bis 50 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn er hellbraun ist.