Montag, 21. Juli 2014

Haferflockenkuchen mit Sommerbeeren und Knuspermandeln

Bevor es morgen in den kühlen Norden geht, wird hier noch einmal kurz der Sommer mit seinen köstlichen Beeren zelebriert. Das ist ein saftiger, ganz einfacher Rührkuchen mit Knusperkruste zu dem süße Sommerbeeren großartig passen. Auch Apfel- oder Marillenspalten kann ich mir sehr gut vorstellen.



Haferflockenkuchen mit Sommerbeeren und Knuspermandeln
adaptiert von Bakers Royale
60g Haferflocken (Feinblatt)
200ml kochendes Wasser
150g Rohrohrzucker
50g weiche Butter
1 Ei
110g Mehl
1 Prise Salz
1/2 Tl Natron
1/2 Tl abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone (oder Orange)
120g gemischte Beeren (Ribisel, Himbeeren, Brombeeren,…)
40g gehobelte oder gehackte Mandeln (oder beides gemischt)

1. Kochendes Wasser über die Haferflocken gießen, umrühren und 10 Minuten beiseite stellen. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Springform (20cm Durchmesser) fetten.
2. Rohrzucker und Butter mit einem Kochlöffel unter die Haferflocken rühren bis die Butter geschmolzen ist. Danach das Ei und die Zitronenschale unterrühren.
3. Mehl, Salz und Natron mischen und unter den Teig heben. Teig in die Form füllen und abwechselnd mit Mandeln und Beeren bestreuen. Etwa 40 Minuten backen bzw. bis der Kuchen durchgebacken ist (Stäbchenprobe).

Freitag, 11. Juli 2014

Feiner Mandelkuchen

Es regnet schon den ganzen Tag, aber das macht nichts. Zum Backen ist nämlich alles da und ich kann ganz gemütlich im Pyjama Rezepte ausprobieren und Schüsseln ausschlecken. Das heutige Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen, es schmeckt auch noch hervorragend! Ein feiner, saftiger Mandelkuchen mit einer ordentlichen Portion Marzipan und knusprigen Mandelhobeln obendrauf. Ganz pur, simpel und köstlich, ist schnell gemacht und genau das Richtige für einen verregneten Sommertag.





Mandelkuchen
adaptiert von Pastry Affair
150g Marzipan (Mandelanteil sollte bei über 50% liegen)
2 Eier
85g Zucker
75g weiche Butter
1/2 Tl Vanillepulver
85g Mehl
1 Prise Salz
1/2 Tl Backpulver

50g Staubzucker
etwas Milch
gehobelte Mandeln zum Bestreuen

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Springform mit 20cm Durchmesser fetten. Marzipan klein würfeln und mit den Eiern in eine Schüssel geben. Mit dem Mixer aufschlagen und zu einer möglichst glatten Masse rühren. (Noch besser geht das in einer kleinen Küchenmaschine mit S-Klinge.) Nacheinander Zucker, Butter und Vanillepuder dazugeben und weiter aufschlagen. Die Masse soll hell und cremig sein.
2. Mehl, Salz und Backpulver in einer zweiten Schüssel mischen, unter die Marzipanmasse heben und den Teig in die Form füllen. Etwa 30 Minuten backen bzw. mit einem Holzstäbchen testen ob der Kuchen durchgebacken ist.
3. Während der Kuchen bäckt kann man die gehobelten Mandeln auf ein Blech oder in eine kleine Auflaufform streuen und 10-15 Minuten mitbacken bis die Mandeln anfangen leicht zu bräunen. Danach für die Dekoration beiseite stellen.
4. Den fertigen heißen Kuchen 10 Minuten in der Form stehen lassen. Danach auf ein Kuchengitter stürzen und komplett auskühlen lassen.
3. Staubzucker mit etwas Milch zu einer dünnen Glasur verrühren und über den Kuchen träufeln. Zum Schluss noch mit den knusprigen Mandeln bedecken.

Sonntag, 6. Juli 2014

Heidelbeer Streuselkuchen und Himbeer Cheesecake Brownies

Weil Wassermelone allein auch nicht glücklich macht, gibt es zu unserem Grillfest gleich noch zwei ordentlich Kuchen. Einmal ein buttriger Streuselkuchen mit fruchtigen Heidelbeeren und dazu ein feucht schokoladiger Brownie mit cremiger Himbeer-Cheesecake-Schicht obenauf – für jeden Geschmack etwas. Der Streuselkuchen ist locker und saftig und durch einen Teil Maismehl wunderschön goldgelb und krümelig. Der Cheesecake-Brownie besteht aus meinem Lieblings-Kakaobrownie und einer fruchtigen Variante eines klassischen Cheesecake. Beide sind trotz großem Grillgelage restlos verschwunden. Ich würde sagen damit haben sie sich einen Platz am Blog verdient.




Heidelbeer-Streuselkuchen
adaptiert aus dem smitten kitchen Kochbuch
125g Mehl
60g Maismehl
2 Tl Backpulver
1 Prise Salz
100g weiche Butter
200g Zucker
2 Eier
1 Prise Vanillepulver
abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
80g Sauerrahm
200g Heidelbeeren

für die Streusel:
100g Zucker
45g (6 El) Mehl
15g (2 El) Maismehl
1 Prise Zimt
45g Butter, in kleine Stücke geschnitten

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine quadratische Backform mit 20cm Kantenlänge mit Backpapier auslegen. Für den Teig Mehl, Maismehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. Zwei Esslöffel der Mischung vorsichtig unter die Heidelbeeren heben.
2. In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker schaumig rühren. Eier nach und nach zugeben und anschließend Vanille und Zitronenschale unterrühren. Abwechselnd Sauerrahm und die Mehlmischung unter den Teig rühren. Zum Schluss die Heidelbeeren unterheben, den Teig in die Form füllen und glattstreichen.
3. Für die Streusel alle Zutaten zwischen den Fingern krümelig verreiben und über den Teig streuen. 30-40 Minuten backen bis den Kuchen schön goldbraun ist.

Himbeer-Cheesecake-Brownies
1 Portion Kakaobrownies
220g Frischkäse
70g Zucker
1 Ei
60ml pürierte Himbeeren
3 El Mehl
Himbeeren zum Dekorieren

1. Backrohr auf 160°C vorheizen und eine quadratische Backform mit 20cm Kantenlänge mit Backpapier auslegen. Brownieteig zubereiten und beiseite stellen.
2. Frischkäse und Zucker in einer Schüssel cremig aufschlagen. Ei, Himbeeren und Mehl unterrühren.
3. 3/4 der Browniemasse in die Form füllen und glattstreichen. Cheesecakemasse darübergießen und den übrigen Schokoteig löffelweise daraufsetzen. Eine Gabel durch die beiden Teige ziehen, um einen Marmoreffekt zu erzielen. (Kann man natürlich auch weglassen und einfach beiden Massen übereinander schichten.) Himbeeren darauf verteilen und 50-60 Minuten backen. Der Brownieteig sollte bei einer Stäbchenprobe noch klebrig, aber nicht mehr nass sein.

Dienstag, 24. Juni 2014

Brioche Burger Buns

Die Grillsaison ist wieder in vollem Gange und es wurde höchste Zeit ein schon länger stillgelegtes Backprojekt neu aufzurollen: der perfekte Burger Bun. Ein richtig guter Burger ist nämlich immer nur so gut wie die Summe seiner Komponenten. In Wien ein vernünftiges Burgerbrötchen aufzutreiben ist traurigerweise eine Kunst. Die abgepackten, mit Sesam bestreuten Wattebäusche aus dem Supermarkt sind auf jeden Fall keine Lösung.

Der perfekte Bun ist für mich weich, saftig und feinporig, aber mit Substanz damit er auch unter diversen Soßen und Fleischpatties nicht auseinander fällt. Im Idealfall ist er buttriger und feiner als normales Weißbrot, fast so wie ein dekadentes Brioche. Um also erneut auf die Suche nach dem perfekten Brötchen zu gehen, war dieses Wochenende einer ausgiebigen Brioche-Burger-Bun-Testreihe gewidmet. Vier Rezepte wurden getestet und eines ist der klare Sieger. Es erfüllt vom Geschmack und der Textur her alle Vorraussetzungen (die Buns waren sogar an dritten Tag noch köstlich), der Teig ist leicht zu verarbeiten, hübsch sind sie noch dazu und die längliche Variante eignet sich zudem bestens für Hotdogs. Ein Burger-Upgrade, das sich auf jeden Fall lohnt!





Brioche Burger Buns
reicht für 6 Brötchen mit ca. 10cm Durchmesser bzw. ein Blech • adaptiert von The Candid Appetite
190ml warme Milch
60g weiche Butter
1 Packerl Germ (7g)
250g Mehl
30g Zucker
1/2 El Salz
1 Dotter mit etwas Wasser verquirlt zum Bestreichen
Sesam zum Bestreuen (schwarzer Sesam oder Mohn ist auch hübsch)

1. Butter in die warme Milch legen bis sie geschmolzen ist. Germ, Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Milch dazugießen und alles mit den Knethaken eines Handrührers etwa 5 Minuten lang zu einem glatten und elastischen Teig verkneten. Geht natürlich auch mit den Händen, dauert aber wahrscheinlich etwas länger. Der Teig sollte sich komplett vom Schüsselrand lösen und nur am Boden leicht kleben bleiben. Den Teig zu einer Kugel formen, in eine mit Öl ausgestrichene Schüssel legen, mit Klarsichtfolie oder einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort 1-2 Stunden rasten lassen bis der Teig das doppelte Volumen hat.
2. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer Arbeitsfläche kurz verkneten und in 6 gleich große Stücke teilen. Dabei möglichst kein zusätzliches Mehl verwenden damit der Teig noch leicht klebrig bleibt, dann ist es leichter die Buns zu formen. Die Teigstücke einzeln zwischen gewölbter Handfläche und Arbeitsfläche in kreisenden Bewegungen zu Kugeln formen (so bekommen sie eine schön glatte Oberfläche) und mit einigem Abstand auf das Blech setzen. Sechs Buns gehen sich gut auf einem Blech aus. Für Hotdog-Brötchen die Teigstücke zu Würsten rollen. Lose mit geölter Klarsichtfolie oder einem feuchten Tuch abdecken und noch eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
3. Backrohr auf 200°C vorheizen. Die Teiglinge mit der Dottermischung einpinseln und mit Sesam bestreuen. Etwa 15 Minuten backen bis sie schön goldbraun sind.

Freitag, 20. Juni 2014

Frühstücksmuffins {V}

In der Früh verlasse ich das Haus niemals ohne Frühstück. Da gibt es keine Ausnahme, damit ich nicht plötzlich mit Kreislaufkollaps mitten auf der Straße zusammenbreche und gegen eine Telefonzelle knalle – ja, solche Dinge passieren. Wenn es sich irgendwie ausgeht bin ich normalerweise eine Porridge- oder Müsli-Frühstückerin, aber wenn es schnell gehen muss, ist ein duftender Muffin mit allem drin was köstlich und gesund ist genau das Richtige. Vollkorn, ohne weißem Zucker oder Butter, stattdessen Reissirup, Kokosöl, Apfel, Banane, Karotte, Zucchini, knusprige Samen und ein paar Trockenfrüchte und sogar vegan. Ein perfekter Energieschub und noch dazu absolut köstlich.



Frühstücksmuffins
reicht für 4 Muffins und kann ganz einfach verdoppelt oder verdreifacht werden • adaptiert von Wholehearted Eats
90g Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen)
1/2 Tl Backpulver
1 Prise Natron
1 Prise Salz
1/2 Tl Zimt
1 Prise gemahlener Ingwer
1 Prise Muskat
1 El Chiasamen vermischt mit 3 El Wasser (10 Minuten stehen lassen, damit sich eine Gelee-artige Masse bildet. Alternativ kann man auch ein Ei verwenden)
2 El Apfelmus
1/2 zerquetschte Banane
1,5 El Öl (Kokos oder Olive)
30g geriebene Karotte
30g geriebene Zucchini
2 El Reissirup (bzw. Agavendicksaft oder Ahornsirup)
2 El Rosinen (bzw. Cranberries oder klein geschnittene Datteln)
2 El gemischte Samen (Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Pinienkerne,…)

1. Backrohr auf 190°C vorheizen und vier Vertiefungen eines Muffinblechs fetten.
2. Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Gewürze mischen. In einer zweiten Schüssel Chia, Apfelmus, Banane, Öl, Karotte, Zucchini und Reissirup mischen. Mehlmischung, Rosinen und die Hälfte der Samen unterrühren.
3. Teig in die Formen füllen (sie werden recht voll, aber der Teig ist dick genug, sodass sie nicht übergehen) und 20-25 Minuten backen. Sie schmecken frisch und noch leicht warm am besten, man kann sie aber auch gut einzeln in Klarsichtfolie eingewickelt einfrieren, sobald sie komplett ausgekühlt sind und hat so auch wenn es schnell gehen muss immer ein köstliches Frühstück für Unterwegs.

Mittwoch, 4. Juni 2014

Galette Bressane

Die Galette Bressane ist ein luftiger Brioche-Fladen mit einer dünnen Schicht Crème Fraîche, etwas Zucker und in diesem Fall noch mit duftender Limetten- und Zitronenschale garniert. Schmeckt großartig direkt aus dem Ofen zum Brunch oder als Dessert mit frischen Beeren. Den Teig kann man schon am Vorabend zubereiten und ganz entspannt im Kühlschrank rasten lassen. Dann ist er noch besser zu verarbeiten und man muss in der Früh nicht lange auf ein köstliches Frühstück warten. Wunderbar unprätentiös und perfekt für den Sommer!


Galette Bressane
350g Mehl
5g Trockengerm (von einem Packer ungefähr 3/4)
1/2 Tl Salz
65g Zucker
125ml handwarme Milch
40g sehr weiche Butter
2 Eier, bei Zimmertemperatur

für den Belag:
3 El Crème Fraîche
60-80g Zucker (nach Geschmack)
1 Dotter
Schale einer Limette und einer Zitrone
Staubzucker

1. Den Teig schon am Vorabend zubereiten. Dafür alle Zutaten mit dem Mixer ein paar Minuten verkneten bis die Oberfläche glatt wird. Den Teig zugedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort eine gute Stunde gehen lassen, bis er doppelt so groß geworden ist. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.
2. Am nächsten Morgen das Backrohr auf 180°C vorheizen und ein oder zwei Bleche mit Backpapier auslegen. (Je nachdem ob man eine große oder mehrere kleine Galettes macht.) Den Teig in beliebig viele Teile teilen oder auch als ganzes auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2mm dünn ausrollen. Dotter mit einem Teelöffel Wasser verrühren.
3. Crème Fraîche auf die Teigfladen streichen, dabei einen fingerdicken Rand freilassen. Den Rand rundherum einschlagen und den Zucker gleichmäßig über die Crème streuen. Den Rand mit Dotter einpinseln und die Galettes 20-30 Minuten backen bis sie schön goldbraun sind.
4. Abkühlen lassen und mit Zitrusschale und Staubzucker bestreuen. Schmeckt ganz frisch am allerbesten.

Montag, 26. Mai 2014

Nachgebacken

In letzter Zeit habe ich viele Rezepte anderer Blogs nachgebacken, die schon länger auf meiner Back-To-Do-List waren. Alfajores zum Beispiel: argentinische, extrem mürbe Butterkekse mit Dulce de Leche gefüllt, in Kokosflocken gerollt und mit Puderzucker bestäubt. Schmecken genau so köstlich wie sie klingen und ich kann sie wärmstens empfehlen. Das Rezept habe ich von The Kitchy Kitchen.




Dann waren da noch Bakerellas süß-saure Zitronenwürfel aka "Lemonies". Ein fein buttriger, super saftiger Rührkuchen mit einer ordentlichen Portion Zitrone in Teig und Glasur.



Zu meinem allerliebsten Gebäck, neben allem was Germ enthält, gehören Scones. Das großartige an Scones ist nämlich, dass man sie mit so ziemlich allen Zutaten machen kann. Mit Buttermilch, Schlagobers, Joghurt, Beeren, Äpfeln, Birnen, Rosinen, Cranberries, Schokolade, Käse, Kräutern, Nüssen, verschiedensten Mehlsorten und und und. Passend zur Erdbeersaison habe ich Joys Erdbeerscones mit weißer Schokolade nachgebacken. Die waren sehr gut und ganz fein Dank Schlagobers und glattem Weizenmehl. Ein richtig britischer Nachmittagstee-Scone, finde ich.



Und wer Scones gerne zum Frühstück isst und es ein bisschen gesünder und in diesem Fall sogar vegan haben will, sollte unbedingt diese Bananen-Nuss-Scones mit Ahornsirupglasur von Cookie+Kate ausprobieren. Die werde ich bestimmt wieder machen, aber mit etwas weniger Backpulver, als es im Rezept heißt. Zwei Teelöffel sollten reichen. Sie waren ganz weich und flaumig und das obwohl ich sie komplett mit Vollkornmehl gebacken habe.



Mittwoch, 21. Mai 2014

Joghurttorte mit Himbeer-Maracuja-Spiegel

Zum Geburtstag wünscht sich die Mama immer etwas fruchtiges, wie diese hübsche Limettentarte oder die großartige Himbeer-Topfentorte. Dieses Jahr gab es eine Joghurttorte aus cremigem griechischen Joghurt mit knusprigem Keksboden und einem süß-säuerlichem Fruchtspiegel aus Himbeeren und Passionsfrucht. Da hat alles gestimmt – eine absolut perfekte, leichte, fruchtige Mischung. Der Fruchtspiegel schmeckt sicher auch gut mit Brombeeren und Zitrone oder Erdbeeren und Minze. Mmmmhhh das sollten wir auch noch probieren, Krebsen.

Diesmal musste die Handy-Kamera herhalten und Zeit für große Inszenierung war auch nicht. Dazu waren wir alle schon viel zu ungeduldig und das nicht ohne Grund!



Joghurttorte
100g Butterkekse, fein zerbröselt
1 El Mehl
1 El Zucker
1 Prise Salz
60g Butter, geschmolzen
3 Blätter Gelatine (1,5 Tl gemahlene Gelatine)
120ml Milch
540g griechisches Joghurt (10%)
75g Staubzucker
Schale einer Bio-Zitrone

1. Backrohr auf 160°C vorheizen und den Boden einer Springform (20cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen. Keksbrösel, Mehl, Zucker, Salz und Butter in einer Schüssel mischen. Die Masse auf den Boden der Backform drücken und 20-25 Minuten backen. Komplett auskühlen lassen.
2. Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Inzwischen die Milch in einem Topf erhitzen und Joghurt, Staubzucker und Zitronenschale in einer Schüssel glatt rühren. Heiße Milch vom Herd nehmen (sie soll noch nicht kochen). Gelatine ausdrücken und in der heißen Milch auflösen. Einige Löffel Joghurtcreme zur Gelatine-Milch geben und glattrühren, dann die Gelatine-Mischung zur restlichen Joghurtcreme geben und gut verrühren. Die Masse in die Springform füllen, glattstreichen und für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Himbeer-Maracuja-Spiegel
125ml Fruchtpüree (eine Mischung aus Himbeeren, Maracujasaft und Zucker, nach Geschmack)
2/3 Blatt Gelatine

1. Für das Fruchtpüree einfach Himbeeren durch ein Sieb drücken und mit Maracujasaft und etwas Zucker mischen. Das genaue Verhältnis ist egal, einfach nach Geschmack mischen.
2. Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. 125ml Fruchtpüree in einem kleinen Topf erhitzen und noch bevor es kocht vom Herd nehmen. Gelatine ausdrücke und im Püree auflösen. Ein paar Minuten abkühlen lassen, damit die Hitze die Joghurtmasse nicht schmilzt.
3. Püree auf die schon festgewordenen Joghurttorte in der Springform gießen und durch kippen auf der ganze Oberfläche gleichmäßig verteilen. Nochmal mindestens eine halbe Stunde kühlstellen.

Die Torte lässt sich auch gut am Tag davor vorbereiten. Vor dem Servieren die Torte vorsichtig mit einem Messer oder einem flexiblem Gummispatel vom Springformrand lösen.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Erdbeer Rhabarber Streuselschnitten

Saurer Rhabarber und süße Erdbeeren zwischen knusprig buttrigen Haferflockenstreuseln – eines der schnellsten Rezepte überhaupt und supergut.




Erdbeer Rhabarber Streuselschnitten
von Smitten Kitchen
80g Haferflocken
80g Mehl
95g brauner Zucker (oder weißer Zucker gemischt mit ein paar Tropfen Melasse)
1 Prise Salz
1 Prise Natron
85g geschmolzene Butter
1 Tl Speisestärke
1 El Zitronensaft
1 El Zucker
125g Rhabarber, in kleine Stücke geschnitten
155g Erdbeeren, in kleine Stücke geschnitten

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine quadratische Form (20cm Kantenlänge) mit Backpapier auslegen. Haferflocken, Mehl, braunen Zucker, Salz, Natron und Butter in einer Schüssel zu einer bröseligen Mischung verrühren. Die Brösel bis auf einen halben Becher in die Form drücken.
2. Die Hälfte der Früchte auf dem Teig verteilen, Speisestärke, Zitronensaft und einen halben Esslöffel Zucker darüber streuen, dann die zweite Hälfte Obst und einen halben Esslöffel Zucker darauf geben. Mit dem halben Becher Streusel abschließen. 30-40 Minuten backen.

Montag, 12. Mai 2014

Brandteigkrapferl fürs Geburtstagsgrillen

Die Krebsen und Aluetten Eltern haben letzte Woche gemeinsam im schönen Celeste Garten Geburtstag gefeiert. Aladin hat gegrillt, Aluette hat gebacken. Den heißgeliebten Polentakuchen mit Orangen und Zitrone und einen spanischen Vanillekuchen, der angeblich nach Schwedenbomben schmeckt, hat es gegeben. Dazu habe ich noch ein paar Brandteigkrapferl mit zweierlei Füllungen gemacht – einmal mit Himbeeren und Himbeer-Vanillecreme und einmal mit Heidelbeeren und weißer Schokoladencreme gefüllt. Gerade bei Festen mag ich solche Minidesserts am liebsten und die kleinen Krapferl sind doch wesentlich sympathischer als die gehypten Cupcakes oder Macarons, findest du nicht auch Krebsen?



In Gattendorf gab es früher neben Tafelspitz und Backhendl immer die gleichen süßen Köstlichkeiten. Darauf konnte man sich verlassen und das war gut so. In der Küche war der Apfelstrudel unter einem Geschirrtuch versteckt, in der Speis gab es den berühmten Opi-Gugelhupf und mindestens eine Biskuitrolle mit Marillenmarmelade und im Kühlschrank war eine große geblümte Porzellanschüssel mit Himbeermotschka gefüllt. Himbeermotschka, Krebsen, ist eine geniale Erfindung. Man legt ganz einfach gefrorene Himbeeren auf den Schüsselboden, gießt heißen Vanillepudding darüber und fertig ist die weltbeste Nachspeise! Das tolle daran ist nämlich, dass die kalten Beeren den Pudding abkühlen und der heiße Pudding die Beeren auftaut. So kann sich die hungrige Meute gleich darauf stürzen. Die hier verwendete Himbeerfüllung ist an den Omi-Klassiker angelehnt und passt perfekt zu den kleinen, luftigen Brandteigkrapferl.

Für die zweite Füllung habe ich Christines Rezept einer Parisercreme mit weißer Schokolade verwendet. Diese aufgeschlagene Schlagobers-Schokocreme ist luftiger, süßer und reichhaltiger als die Konditorcreme und auch ganz köstlich. Bei beiden Varianten habe ich zusätzlich zur Creme noch ein paar kleine Himbeeren bzw. Heidelbeeren in die Krapferl gestopft. Beeren sind nämlich nie ein Fehler.

Brandteigkrapferl
200ml Wasser
90g Butter
2 El Kristallzucker
1 Prise Salz
100g Mehl
3 Eier

1. Wasser, Butter, Zucker und Salz in einem Topf erhitzen. Sobald es anfängt zu köcheln, die Platte auf niedrigste Stufe stellen und das ganze Mehl auf einmal mit einem Holzlöffel unterrühren. Rühren bis sich eine glatte Masse bildet, die sich vom Boden und den Seitenwänden ablöst. Das dauert nicht länger als eine halbe Minute. Dann noch 1-2 Minuten auf kleiner Hitze rühren. Auf Körpertemperatur abkühlen lassen.
2. Inzwischen ein Blech mit Backpapier auslegen und das Backrohr auf 220°C vorheizen. Ein Gitter auf unterster Schiene einschieben und ein Gefäß mit Wasser daraufstellen. Der sich bildende Wasserdampf hilft den Krapferl beim Aufgehen.
3. Mit einem Handrührer die Eier unter Teig rühren, bis die Masse glatt und cremig ist. In einen Spritzbeutel mit großer, runder Lochtülle füllen und mit großzügigem Abstand kleine Portionen (Walnuss bis Tischtennisball) auf das Blech spritzen. Ins Backrohr schieben und auf 190°C zurückschalten. 20-30 Minuten backen bis sie schön rund aufgegangen und goldbraun sind. Es ist wichtig, dass man wartet bis sie eine goldene Kruste gebildet haben, sonst fallen sie leicht wieder zusammen.
4. Sobald sie fertig sind, das Blech aus dem Rohr nehmen und jedes Krapferl auf der Seite mit einem Holzspieß oder Zahnstocher einstechen, damit der Dampf entweichen kann. Man kann auch gleich einen Schlitz mit der Küchenschere einschneiden, wenn man sie nachher füllen will. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Himbeermotschka (Konditorcreme mit Himbeeren)
300ml Milch
200ml Himbeerpüree ohne Samen
ausgekratztes Mark einer Vanilleschote
50g Mehl
75g Zucker
1 Ei
3 Dotter

1. Milch und Vanillemark zusammen mit der Schote in einem Topf erhitzen. Himbeerpüree, Mehl, Zucker, Ei und Dotter in einer Schüssel glatt rühren.
2. Die Milch einmal aufkochen lassen, vom Herd nehmen und die Schote herausfischen. Die Eimischung mit einem Schneebesen oder Handmixer ständig rühren, während man die heiße Milch ganz langsam in einem dünne Strahl eingießt. Wenn alles vermischt ist, die Masse wieder in den Topf gießen und auf niedriger Flamme unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Creme zu einem dicken Pudding wird.
3. Den Pudding in eine Schüssel umfüllen und eine Schicht Klarsichtfolie direkt auf die Oberfläche legen, damit sich keine Haut bildet. In den Kühlschrank stellen und gut durchkühlen lassen. In einen Spritzbeutel mit sternförmiger, kleiner Tülle geben und die Brandteigkrapferl damit füllen.

Parisercreme (danke, Christine!)
100g weiße Schokolade
250ml Schlagobers
eventuell ein Packerl Sahnesteif

1. Weiße Schokolade grob hacken und zusammen mit dem Schlagobers in einem Topf einmal kurz aufkochen. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.
2. Die Masse bildet eine feste Schicht an der Oberfläche und ist darunter flüssig, das gehört so. Einfach alles zusammen mit einem Handrührer wie normalen Schlagobers (mit Sahnesteif, falls er etwas länger überleben muss) aufschlagen. In einen Spritzbeutel mit sternförmiger, kleiner Tülle geben und die Brandteigkrapferl damit füllen.