Freitag, 3. Juli 2015

Laugen Burger Buns

Dieses Wochenende werden Burger gegrillt und das ist die perfekte Gelegenheit um wieder einmal ein paar fluffige Buns zu backen. Neben den obligatorischen Brioche Buns, wollte ich diesmal noch ein zweites Burger-Bun-Upgrade ausprobieren und habe mich, mit Gummihandschuhen bewaffnet, ans Natronlaugengetunke gewagt. Das einzige, das noch besser riecht als frisch gebackener Germteig, ist nämlich frisch gebackener Germteig mit Lauge. Das Gepansche hat sich absolut gelohnt! Die Brötchen haben aussen eine köstlich, duftende Laugenkruste und sind innen zart, weich und luftig und halten trotzdem diversen Patties, Tomaten, Zwiebeln, Käse und Soßen stand.

Für meine Natronlauge habe ich 40g Natriumhydroxid-Perlen bei Neuber's Enkel in Wien gekauft und sie in einem Liter kalten Wasser aufgelöst (für eine 4%-ige Lauge). Das ist ganz einfach und braucht nicht mehr als ein paar Gummihandschuhe. Die Lauge kann man nach der Verwendung auch gut in einem Schraubglas fürs nächste Mal aufbewahren.

Wem die ganze Natronlaugengeschichte doch zu suspekt ist, kann die Brötchen natürlich auch einfach mit einem verquirlten Ei bestreichen und mit Sesam oder Mohn bestreut backen. Ist auch so ein köstlicher Burger Bun!

Die anderen Buns auf dem Foto habe ich nach diesem Rezept gebacken. Ich habe aber ganz einfach Trockengerm und ganz normales glattes Mehl verwendet und den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Meine eigenen Brioche Buns finde ich noch immer großartig, aber man muss ja immer mal wieder etwas neues ausprobieren. Diese Buns sind auch sehr weich und luftig, auch ohne frischem Germ. Im Teig ist weniger Butter als in meinem und ein Ei.




Laugen Burger Buns
adaptiert von King Arthur Flour • reicht für 10 Brötchen mit etwa 10cm Durchmesser
200ml warmes Wasser
30g weiche Butter
1 großes Ei
420g glattes Mehl
50g Zucker
1 Tl Salz
2 Packerl Trockengerm (1 El)

4% Natronlauge zum Tunken in einem kleinen Topf, tief genug, damit man die Buns untertauchen kann
Plastikhandschuhe

1. Butter ins warme Wasser einlegen, Mehl, Zucker, Salz und Germ in einer Schüssel mischen. Ei, Butter und Wasser dazugießen und mit den Knethaken eines Handrührers oder Küchenmaschine etwa 5 Minuten kneten, bis der Teig schön gleichmäßig und glatt wird.
2. Den Teig zu einer Kugel formen und in einer mit Öl ausgestrichenen Schüssel zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er doppelt so groß ist. Das geht auch über Nacht im Kühlschrank.
3. Den Teig einmal kurz verkneten und in 10 Teile teilen. Die Teigstücke rundwirken (wie hier ab 5:20) und mit großem Abstand zueinander (5 Buns pro Blech) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und leicht flachdrücken. Lose mit Klarsichtfolie abdecken und eine gute Stunde gehen lassen.
4. Backrohr auf 200°C vorheizen, Plastikhandschuhe anziehen und die Lauge bereitstellen. Die Teiglinge vorsichtig vom Blech heben und einzeln kopfüber für 6 Sekunden in die Lauge tunken. Kurz abtropfen lassen und wieder auf das Blech setzen. Wenn alle Buns in der Lauge waren, mit einer Küchenschere ein Kreuz in die Oberfläche schneiden und ins heiße Backrohr schieben. 10-12 Minuten goldbraun backen.

Donnerstag, 18. Juni 2015

Himbeer Ricottakuchen fürs Sommerpicknick

Schon ganz bald sind Sommerferien und das freut zumindest den Bären sehr. Da ist dann endlich Zeit fürs süße Nichtstun und Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Das macht man am besten auf einer Picknickdecke irgendwo im Grünen, mit einem Becher Melonenbowle in der einen und einem Stück Kuchen in der anderen Hand. Zum Beispiel mit diesem fluffig, zarten Exemplar mit Himbeeren, Zitrone und Ricotta.

Fürs Spektakel habe ich diese Woche nach einem neuen Rezept gebacken und bin erst nachher draufgekommen, dass ich ein fast gleiches Rezept schon auf dem Blog habe. Das für den Kuchen auf diesen Fotos verwendete Rezept stammt von hier, ich werde beim nächsten Mal aber wieder zu meinem zurückkehren, einfach weil es bequemer ist, genau ein Packerl Ricotta zu verwenden. Schmecken tun sie beide köstlich. Ich habe auch, anders als in meinem Rezept beschrieben, keinen Mixer verwendet und alle Zutaten schnell mit einem Schneebesen verrührt – einfacher gehts fast nicht. Dazu dann noch 100g Himbeeren (oder Kirchen, Brombeeren, Nektarinenspalten,…) in den Teig und nochmal 100g obendrauf verteilt und fertig ist der Sommer-Picknickkuchen!



Montag, 8. Juni 2015

Cashew Kardamom Brownies

Ein Brownie geht immer, da kann es noch so heiß werden. Am besten einen dicken, schweren, extrem saftigen und so "fudgy", dass man nach dem Reinbeißen schwarze Zähne hat. Ausnahmsweise geben wir noch ein bisschen Kardamom und viele knackige Cashews dazu – klingt fancy, schmeckt auch so.




Cashew Kardamom Brownies
200g dunkle Schokolade, gehackt
100g Butter
180g Zucker
3 Eier
120g Mehl
1 Prise Salz
3 El Kakao
1/2 Tl Kardamom
150g ungesalzene, geröstete Cashews, grob gehackt

1. Schokolade und Butter überm Wasserbad schmelzen, abkühlen lassen. Backrohr auf 170°C vorheizen und eine quadratische Backform mit 20cm Kantenlänge mit Backpapier auslegen.
2. Zucker und Eier in einer Schüssel kurz verrühren, Mehl, Salz, Kakao und Kardamom in einer zweiten Schüssel mischen. Flüssige, aber nur noch handwarme Schokolade zur Eiermischung gießen und verrühren. Danach Mehlmischung unterrühren. Zum Schluss die Cashews dazugeben.
3. Teig in die Form füllen und 35-40 Minuten backen bzw. nach einer halben Stunde mit einem Holzstäbchen testen ob er durchgebacken ist. Die Masse sollte nicht mehr nass, aber immer noch feucht genug sein, dass sie am Stäbchen hängen bleibt. Abkühlen lassen und am besten gekühlt in Stücke schneiden.

Sonntag, 31. Mai 2015

Easy Peasy Lemon Curd

Dieses Jahr gibts zum Mama-Geburtstag eine kleine, dreistöckige Erdbeer-Zitronentorte bestehend aus diesem luftig-leichten Teig, cremiger Topfen-Oberscreme, frischen Erdbeeren und Lemoncurd. Das geht ganz schnell, unkompliziert und ist nicht nur eine köstliche Tortenfüllung, sondern passt auch perfekt auf einen Mürbteigboden als Zitronentarte, zwischen Macaroons und es ist ein gefährlich guter Brotaufstrich.




Lemon Curd
reicht für ca. 250-300ml
Schale und Saft von zwei Zitronen
2 große Eier
130g Zucker
50g kalte Butter, in Stücken

1. Einen Topf einen cm hoch mit Wasser füllen und auf kleiner Flamme zum köcheln bringen. Zitronenschale und -saft, Eier und Zucker in einer Schüssel verquirlen. Die Schüssel über das Wasserbad setzen und die Masse so lange mit einem Schneebesen rühren, bis sie eindickt. (10-15 Minuten)
2. Schüssel vom Wasserbad nehmen und die kalte Butter einrühren. Die Masse durch ein feines Sieb streichen und in ein Glas abfüllen. Hält sich im Kühlschrank 2-3 Tage.

Samstag, 23. Mai 2015

Erdbeer Rhabarber Pie mit Balsamico

Erdbeeren! Rhabarber! Frühling! Zeit wird's! Endlich gibt's beim Einkaufen ein bisschen mehr Auswahl, als die öden Bananen, unreifen Mangos und mehligen Äpfel. Zur Feier der Saison backe ich einen saftig blubbernden Pie mit viel frischem Obst und einem Schuss Balsamico, weil der gerade zu den Erdbeeren wunderbar passt.

Die Idee dazu stammt aus dem großartigen Pie-Backbuch der Four & Twenty Blackbirds Bäckerei in Brooklyn, in der ich vor ein paar Wochen war. Gemütlich ist es dort, in einem kleinen Ecklokal in einer Straße wo sonst nur Wohnhäuser sind, mit dunklen Holztischen und duftenden Pies mit ausgefallenen Geschmackskombinationen in der Vitrine. Da man bei einem kurzen Besuch, aber auch nur eine begrenzte Anzahl Pies verkosten kann, habe ich ihr Buch mitgenommen um die köstlich klingenden Kreationen von Lavender Honey Custard bis Black Currant Lemon Chiffon selbst nachzubacken. Die Testküche ist in nächster Zeit also gut beschäftigt, liebes Krebsen.

PS: Lies meine Anmerkungen am Ende des Rezepts, bevor du ihn nachbäckst.

Noch mehr empfehlenswerte Aluetten Rezepte: Pfirsich Heidelbeer Pie und Apple Pie mit Haferflockenstreuseln



Erdbeer Rhabarber Pie mit Balsamico

für den Teig:
315g Mehl
1 Prise Salz
1 El Zucker
225g kalte Butter, in Stücken
100ml kaltes Wasser gemischt mit 20ml Apfelessig und Eiswürfeln

für die Fülle:
500g Erdbeeren, geviertelt
500g Rhabarber, in 1cm breite Stücke geschnitten
250g Zucker
1 kleiner Apfel, geschält und gerieben
2 El Balsamico
1 Prise frischer schwarzer Pfeffer
1 Prise Salz
4 El Speisestärke

1 Ei mit einem Esslöffel Wasser verquirlt zum Bestreichen
Kristallzucker zum Bestreuen


1. Für den Teig sollten alle Zutaten und Geräte mit denen man arbeitet möglichst kalt sein und man sollte alles recht schnell verarbeiten damit die Butter keine Zeit hat weich zu werden. Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die gewürfelte Butter mit den Fingern grob unter die Mehlmischung reiben. Eiswasser dazugeben und alles kurz verkneten bis der Teig zusammenhält, aber noch immer kalt ist und Butterstückchen zu sehen sind. Den Teig in zwei Portionen teilen, leicht flach drücken, in Folie einwickeln und mindestens 2 Stunden und bis zu drei Tagen im Kühlschrank rasten lassen.
2. Für die Fülle das Obst in eine Schüssel geben und mit 3 El von den 250g Zucker bestreuen, unterheben und eine habe Stunde bis Stunde ziehen lassen. Den restlichen Zucker mit Salz, Pfeffer und Speisestärke mischen, beiseite stellen.
3. Arbeitsfläche gut mit Mehl bestäuben und eines der beiden Teigstücke schnell kreisförmig ausrollen. Das andere Stück im Kühlschrank lassen. (Je kälter der Teig bleibt umso leichter ist er zu verarbeiten. Bei einer klassischen Pie-Form mit etwa 24cm Durchmesser den Kreis auf ca. 30cm Durchmesser ausrollen. Andere runde Ofenformen gehen natürlich auch.) Den Teig über das Nudelholz legen und so in die Ofenform manövrieren. Der Teig sollte die Form komplett auslegen und einen mindestens 1cm breiten Rand überstehen lassen. Überflüssigen Rand abschneiden. Das Obst abseihen (aus der gewonnenen Flüssigkeit lassen sich super Cocktails mixen, mit Wodka und Soda zum Beispiel) und Balsamico und geriebenen Apfel dazugeben. Die Zuckermischung darüber streuen und vorsichtig unterheben. Alles in die Form füllen und wieder in den Kühlschrank stellen.
4. Die zweite Teighälfte ebenso schnell und rund ausrollen. Für die einfache Variante nur ein paar Luftlöcher einschneiden oder ausstechen bzw. für das Gitter den Teig in Streifen schneiden. Den Pie aus dem Kühlschrank holen und den Teigrand mit den Fingern anfeuchten. Den Teigdeckel darüberheben bzw. flechten und an den Rändern leicht andrücken. Die überstehenden Ränder nach unten hinein in die Form falten und wer Lust hat kann ihn ganz klassisch in Wellenform drücken. Sonst einfach darauf achten, dass Boden und Deckel gut miteinander verklebt sind. Nochmal etwa 15 Minuten in den Kühlschrank stellen und inzwischen das Backrohr auf 220°C vorheizen.
5. Den Pie mit der Eimischung einpinseln und mit etwas Kristallzucker bestreuen. 20 Minuten bei 220°C backen, danach die Temperatur auf 190°C reduzieren und etwa 40 Minuten weiterbacken bis der Pie schön goldbraun ist und das Obst durch die Luftlöcher blubbert. Mindestens 2 Stunden abkühlen lassen und am besten mit Vanilleeis servieren.
Anmerkungen: 
• Es empfiehlt sich den Rhabarber einen Tag vorm Backen in Stücke zu schneiden, einzufrieren und in einem Sieb wieder aufzutauen um so viel Flüssigkeit wie möglich loszuwerden.
• Saftige Pies wie diesen hier zum Backen immer auf ein Backblech und nicht nur auf ein Gitter stellen! Die Flüssigkeit kocht gerne über und verbrennt sonst am Boden des Backrohrs.
• Die Adaptionsmöglichkeiten für dieses Rezept sind endlos. Der Teig bleibt immer der gleiche und man kann ihn mit jeder Obstkombination füllen, auf die man Lust hat. Dabei empfehle ich 1-1,5kg Obst, 100-250g Zucker (kommt aufs Obst an, bei Äpfeln alleine reichen 100g, Rhabarber braucht mehr), 3-4 El Speisestärke, 2 El Zitronensaft (oder Balsamico) und Gewürze nach Belieben (Ingwer, Zimt, Pfeffer, 

Dienstag, 12. Mai 2015

Milchschoko Vanille Cookies

Schon irgendwie komisch Vanillepuddingpulver in einen Keksteig zu mischen, aber wenn das Ergebnis so genial ist, frage ich nicht nach. Schön dick und weich werden die Cookies und schmecken köstlich nach Vanille und den kleingehackten Osterhasen, die ich noch dazu gegeben habe. Normale Schokolade – ob Milch oder Zartbitter – funktioniert natürlich ebenso gut. Genauso wie Mandeln oder M&Ms zum Beispiel…




Milchschoko Vanille Cookies
130g Mehl
1 Prise Salz
1/2 Tl Natron
100g weiche Butter
75g brauner Zucker
25g Zucker
1 Pk (37g) Vanillepuddingpulver
1/2 Tl Vanillepulver oder Vanilleextrakt
1 großes Ei
150g gehackte Milchschokolade

1. Mehl, Salz und Natron mischen, beiseite stellen.
2. In einer Schüssel Butter und Zucker 5 Minuten schaumig aufschlagen. Puddingpulver, Vanille und Ei dazugeben und verrühren. Mehlmischung dazugeben und kurz unterrühren. Zum Schluss die Schokolade kurz unterrühren. Teig in Folie wickeln und mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
3. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Aus dem Teig Kugeln rollen (je 50g), mit einigem Abstand aufs Blech legen (8 Stück gehen sich gut auf einmal aus) und 10-12 Minuten backen, bis die Ränder anfangen hellbraun zu werden und die Cookies in der Mitte gerade nicht mehr feucht glänzen. Nicht zu lange backen, sonst sind sie nachher nicht mehr weich in der Mitte!  Luftdicht verpackt halten sie sich etwa eine Woche.

Sonntag, 26. April 2015

Bananenbrot mit Walnussstreuseln

Nach gut viereinhalb Jahren wird es Zeit mein erstes Bananenbrot-Rezept zu überarbeiten. Das erste war ja schon gut, aber dieses ist größer, saftiger und noch viel fantastischer! Ausserdem sind noch Walnussstreusel dabei und wie man weiß, liebes Krebsen, machen Streusel alles noch ein bisschen besser.

Das ist ab jetzt mein neues Bananenbrot-Basisrezept, das man nach Belieben mit Gewürzen (Zimt, Vanille, Muskat, Kardamom,…) und anderen Zusätzen wie Schokolade, gehackten Nüssen, Streuseln usw. adaptieren kann.




Bananenbrot mit Walnussstreuseln
250g Mehl
1 Prise Salz
2 Tl Backpulver
100g weiche Butter
150g Zucker (brauner Zucker ist auch sehr gut dazu)
1 Tl Vanillepulver, -extrakt oder 1 Pk Vanillezucker
1 El Rum oder Whiskey
2 große Eier
6 El Sauerrahm
3-4 zerdrückte, sehr reife Bananen (etwa 350ml)

Streusel
50g Butter
100g Zucker
50g Mehl
1 Prise Salz
80g grob gehackte Walnüsse

1. Backrohr auf 180°C vorheizen, eine Kastenform fetten und mit Mehl ausstreuen. Für die Streusel Butter, Zucker, Mehl und Salz mit den Fingern zu Streuseln verreiben. Nüsse dazugeben und unter die Streusel drücken, in den Kühlschrank stellen.
2. Mehl, Salz und Backpulver in einer Schüssel mischen. Weiche Butter, Zucker und Vanille in einer zweiten Schüssel schaumig schlagen, Rum oder Whiskey und Eier dazugeben und verrühren. Sauerrahm und Bananenbrei dazugeben und verrühren. Mehlmischung dazugeben und alles kurz vermengen.
3. Die Hälfte der Masse in die Kastenform gießen, ein Drittel der Streusel darüberstreuen, den Rest der Teigmasse darüber streichen und mit den restlichen Streuseln abschließen. Etwa eine Stunde backen. (Stäbchenprobe) Eine halbe Stunde in der Form auskühlen lassen, dann vorsichtig herauslösen und auf einem Gitter ganz auskühlen lassen. Der Kuchen bleibt luftdicht verpackt gut drei Tage saftig.

Dienstag, 14. April 2015

Die perfekte Ganache

Ich backe jetzt ab und zu für das neu eröffnete "Spektakel" in Wien und bin bei den Cupcakes-Frosting-Recherchen dazu letztens auf die perfekte dunkle Ganache gestoßen. Die wird nicht hart, sondern bleibt glänzend und cremig und eignet sich damit ideal als Frosting und Füllung für Cupcakes und Kuchen.

Die Cupcakes im Bild sind übrigens von diesem großartigen Rezept und zusätzlich mit Granatapfelsirup aromatisiert. Mmmmmmh…


Die perfekte Ganache
50g Butter
150g Zucker
75g Kakaopulver
1 Prise Salz
90ml Schlagobers
60ml Sauerrahm

1. Butter, Zucker, Kako, Salz und Obers in einem kleinen Topf gut verrühren. Die körnige Masse langsam erhitzen, dabei ständig umrühren. Wenn sie heiß ist, vom Herd nehmen, Sauerrahm einrühren und abkühlen lassen. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.

Montag, 16. März 2015

Blutorangen Topfentarte

Im Moment ist nur wenig Zeit für neue Backexperimente, aber eine kleine Tarte zur Entspannung muss sich ausgehen – vor allem wenn gerade Blutorangensaison ist. Die Creme ist eine Adaption von Mamas weltbestem Topfenblechkuchen, mit Orangenschale und dichter, ohne dabei so schwer wie ein Cheesecake zu werden.

Die Verhältnisse im Teig sorgen für die perfekte Mürbteigkonsistenz, für eine Tarte wird aber ein Teil übrig bleiben. Den kann man entweder für eine zweite Tarte verwenden oder für ein anderes Mal einfrieren. Auch vorgebackene Böden lassen sich gut einfrieren. Der Mohn passt besonders gut zu den Blutorangen, ist aber optional.

Nicht das beste Foto, aber die Tarte ist großartig!



Blutorangen Topfentarte
für den Teig:
250g Mehl
125g Butter
60g Zucker
1 Ei
abgeriebene Schale einer Bio-Orange
2 El Mohn (optional)

für die Creme:
375g Topfen (20%)
190g Sauerrahn
3/4 Packerl Vanillepuddingpulver (28g)
150g Zucker
2 Eier
abgeriebene Schale einer Bio-Orange

3-4 Blutorangen

1. Für den Teig alle Zutaten schnell zu einem Mürbteig verkneten, in Folie wickeln und mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
2. Backrohr auf 180°C vorheizen. Den Teig auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche dünn ausrollen und eine Tarteform (26-28cm) damit auslegen. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und 15-20 Minuten vorbacken.
3. Backrohr auf 160°C runter schalten. Für die Creme alle Zutaten zu einer glatten Creme rühren, in den Teigboden gießen und backen bis die Oberfläche beginnt fest zu werden. (Wenn man die Orangenscheiben gleich zu beginn auf die Creme legt, drohen sie abzusinken.)
4. Inzwischen mit einem scharfen Messer die Schale der Orangen bis zum Fruchtfleisch abschneiden und dann in dünne Scheiben schneiden. Tarte kurz aus dem Rohr nehmen, die Orangenscheiben darauf nebeneinander verteilen und weiter backen bis die Creme fest ist, aber noch nicht braun. (Insgesamt etwa eine Stunde.) Die Tarte im ausgeschaltenen Backrohr bei geschlossener Tür noch eine Stunde stehen lassen, das verhindert Risse in der Oberfläche. Schmeckt am besten gekühlt am nächsten Tag.

Dienstag, 3. März 2015

Hamantaschen

Am Freitag wird das jüdische Purimfest gefeiert und da gibt es traditionellerweise Hamantaschen – dreieckige, fein buttrige und mürbe Kekse mit verschiedenen Füllungen wie Mohn, Nüssen, Marmelade usw. Meine habe ich mit einer Dattel-Orangen-Paste, Marillenmarmelade und Nutella gefüllt. Je mehr Füllungen man macht, desto mehr Hamantaschen kann man nachher nämlich verkosten, liebes Krebsen!

Die Kekse auf dem Foto sind recht groß geworden, weil der einzige verfügbare runde Keksausstecher ein Serviettenring mit 8cm Durchmesser war. Zwischen 5 und 8cm wird alles gut funktionieren und letztendlich beschwert sich wohl niemand über zu große Kekse.


Hamantaschen
adaptiert von Bon Appétit
250g Mehl
3/4 Tl Backpulver
1 Prise Salz
100g weiche Butter
100g Zucker
1 großes Ei, Zimmertemperatur
+1 Ei, verquirlt mit 2 El Milch oder Wasser zum Bestreichen
Marmelade, Nutella, Mohnfülle und/oder Dattelpaste (Rezept unten) zum Füllen

1. Für den Teig Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker schaumig schlagen, danach das Ei unterrühren. Mehlmischung unterrühren und alles zügig zu einem glatten Teig verarbeite. Zu einer Kugel rollen, in Folie wickeln und zwei Stunden (maximal 2 Tage) in den Kühlschrank legen.
2. Den Teig eine halbe Stunde vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
3. Den Teig auf einer nur leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, Kreise ausstechen (5-8cm Durchmesser) und die Ränder mit Eistreiche bepinseln. In die Mitte eine Portion Fülle setzen (1/2-1 1/2 Tl, je nach Kreisdurchmesser) und an drei Ecken gut zusammendrücken damit beim Backen nichts ausrinnt. In der Mitte soll die Fülle aber herausschauen. Hamantaschen aufs Blech setzen und etwa 20 Minuten backen.

Dattel-Orangen-Paste
adaptiert von Bon Appétit
120g entsteinte Datteln, in Stücke geschnitten
1 Tl abgeriebene Orangenschale
1/2 Tl Zimt
1 Prise Salz
200ml Wasser
1 Tl Butter

1. Alle Zutaten ausser der Butter in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und auf niedriger Flamme etwa 5 Minuten einkochen, bis eine dicke, stückige Paste entsteht. Die heiße Masse mit einem Pürierstab glatt pürieren, Butter unterrühren und kaltstellen. Hält sich im Kühlschrank etwa 4 Tage und schmeckt auch köstlich als Aufstrich, im Joghurt oder in der Bananenmilch.