Dienstag, 21. Oktober 2014

Honig Walnusskuchen

Das Leben ist zu kurz für langweilige Rührkuchen. Oft sind sie einfach nur schwer, fad und ölig oder, was fast noch schlimmer ist, so trocken, dass man sie kaum runterschlucken kann. Aber es geht ja zum Glück auch anders. Dieses kleine Kerlchen ist alles andere als langweilig: knackige Walnüsse sorgen für die richtige Textur, durch das griechische Joghurt bleibt er besonders lange saftig, Honig verleiht dem ganzen mehr Komplexität als einfach nur Zucker und Orangenschale bringt extra Aroma. Der perfekte Herbst/Winterkuchen!





Honig Walnusskuchen
80g weiche Butter
100g Zucker
50g Honig (Ich verwende den weltbesten Honig meines Onkels aus Osttirol; der ist recht intensiv im Geschmack. Wer einen hellen, weniger aromatischen Honig hat, kann mehr Honig und weniger Zucker nehmen.)
2 Eier
Schale einer halben Orange
3 El griechisches Joghurt (10%)
100g Mehl
1/2 Tl Backpulver
1 Prise Salz
50g grob gehackte Walnüsse

1. Backrohr auf 160°C vorheizen und eine kleine Kastenform fetten oder mit Backpapier auslegen. (Für eine normale Kastenform einfach die doppelte Menge verwenden.)2. Butter und Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen. Honig unterrühren. Eier, Orangenschale und Joghurt nach und nach unterrühren. Mehl, Backpulver und Salz mischen und unter den Teig rühren. Zum Schluss 3/4 der Walnüsse unter den Teig heben und alles in die Form füllen. Mit den restlichen Nüssen bestreuen und etwa eine Stunde lang backen. Schmeckt am zweiten Tag, luftdicht verpackt fast noch saftiger und aromatischer.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Ofenpalatschinke mit karamellisierten Äpfeln

Die Ofenpalatschinke ist eine ganz simple, schnelle und trotzdem eindrucksvolle Mehlspeise und auch ein großartiges Frühstück. Das kriegt jeder hin, der einen Schneebesen halten kann. Im Prinzip macht man nur einen einfachen Palatschinkenteig und gießt den in eine heiße, mit Butter ausgeschwenkte Form. Im Backrohr bläht sich der Teig riesig auf und bäckt zu einer goldbraunen Palatschinke. Zum Servieren fällt sie wieder zusammen und man kann sie nach Belieben süßen und am besten gleich heiß aus der Pfanne essen. Äpfel und Karamell sind nur eine von vielen Möglichkeiten. Man könnte sie zum Beispiel auch ohne Obst und stattdessen mit Nutella und gehackten Nüssen oder Zitronensaft und Zucker oder Bananenscheiben und Schokolade und Vanilleeis servieren.





Ofenpalatschinke mit karamellisierten Äpfeln
1 Apfel
1 El Zucker
1 El Butter
125ml Milch
60g Mehl
1 Prise Salz
2 Eier
1 Prise Zimt
Staubzucker und/oder Karamellsauce zum Garnieren

1. Backrohr auf 220°C vorheizen. Milch, Mehl, Salz, Eier und Zimt zu einem flüssigen Palatschinkenteig rühren, beiseite stellen.
2. Apfel schälen, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Zucker und Butter in einer ofenfesten Pfanne (jede ofen- und herdfeste Form geht) am Herd schmelzen und leicht karamellisieren lassen. Wenn der Zucker braun wird, die Apfelspalten in der Pfanne verteilen (so viele sich nebeneinander ausgehen) und ein paar Minuten dünsten lassen. Die Spalten dabei ab und zu in der Pfanne bewegen und umdrehen, damit sie gleichmäßig mit Karamell bedeckt sind und nicht anbrennen.
3. Den Palatschinkenteig in die heiße Pfanne gießen und sofort ins vorgeheizte Backrohr stellen. 15 Minuten backen bis sich der Teig schön goldbraun aufplustert. Mit Staubzucker und Karamellsauce garnieren. Vanilleeis passt auch großartig dazu!

Sonntag, 5. Oktober 2014

Gesalzene Ingwer-Karamellsauce

Als kleines Mitbringsel habe ich gestern ein Glas gesalzene Ingwer-Karamellsauce gekocht, die man über Waffeln, Crêpes, Eis oder Kuchen gießen kann, wenn man sie nicht gerade löffelweise aus dem Glas nascht. Auch zu meinen Apfel-Zimtschnecken passt sie hervorragend. Apfel, Ingwer und Karamell ist ja sowieso eine unschlagbare Herbstkombination!

Karamell zu machen ist ganz leicht, man muss nur den richtigen Zeitpunkt erwischen, wenn der Zuckersirup die richtige Farbe erreicht hat. Nur nicht abschrecken lassen, wenn einem gleich die erste Portion zu dunkel wird und verbrennt. Davon bin ich bei meinem Versuch, zu Recht, auch ausgegangen und habe gleich den ganzen Becher Schlagobers mit Ingwer durchziehen lassen. So hat man schon alle Zutaten für einen zweiten Versuch bereit.

Wer keinen Ingwer mag, kann ihn natürlich ganz einfach weglassen und stattdessen eine klassische Karamellsauce machen oder auch andere Aromen wie Zimt oder Vanille dazugeben.



Gesalzene Ingwer-Karamellsauce
etwa 2cm Ingwerknolle, geschält und in sehr dünne Scheiben geschnitten
125ml Schlagobers
200g Zucker
60ml Wasser
1 El Golden Sirup, Maissirup oder Glucose (optional)
2 El Butter
1/2 Tl Salz, eventuell mehr nach Geschmack

1. Schlagobers in einem kleinen Kochtopf einmal kurz aufkochen, Ingwer einlegen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Ingwer abseihen. Obers, Butter und Salz neben dem Herd bereitstellen.
2. Zucker, Wasser und Sirup in einem höheren Topf über mittlerer Flamme erhitzen und mit einem hitzebeständigen Gummispatel oder Holzlöffel langsam umrühren, bis der Zucker aufgelöst ist. Ohne umzurühren weiter erhitzen bis der Zucker Farbe annimmt und einen goldbraunen Waldhonig- bzw. Bernstein-Ton erreicht. Das geht dann sehr schnell, also gut aufpassen! Sirup sofort vom Herd nehmen, Schlagobers dazugießen (Vorsicht, das blubbert extrem!) und umrühren. Wenn sich Klumpen bilden, die sich nicht durch Rühren lösen, nochmal kurz erhitzen bis alles glatt ist. Butter und Salz dazugeben und unterrühren. Abkühlen lassen.

Wenn man die Karamellsauce nicht gleich über Eis, Crêpes, Waffeln oder Kuchen gießt, kann man sie in Gläser abfüllen und 2-3 Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Durch die Kälte wird sie sehr fest, aber man kann sie ganz leicht im Wasserbad oder in der Mikrowelle erwärmen, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

Montag, 29. September 2014

Apfel-Zimtschnecken

Hier kommt noch eine apfelige Köstlichkeit: Apfelstrudel trifft Zimtschnecke! Dafür werden gehobelte Äpfel mit Butter und Zimtzucker in Germteigstreifen aufgerollt und zu duftenden, fluffigen Apfelzimtschnecken gebacken. Die sind so saftig und unwiderstehlich, dass ich gleich zwei davon noch warm aus dem Schneckenstrauß gepflückt habe. Germteig frisch aus dem Ofen gehört nämlich, ganz ohne Zweifel, zu den besten Dingen auf der Welt.







Apfel-Zimtschnecken
für den Teig:
450g Mehl
1,5 Packerl Trockengerm
1/2 Tl Salz
40g Zucker
2 Eier, bei Raumtemperatur
60g weiche Butter
150ml lauwarme Milch (eventuell etwas mehr)

für die Fülle:
etwa 1/2kg säuerliche Äpfel, kann auch etwas mehr sein
150g Zucker
1 El Zimt
40g geschmolzene Butter

1. Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Die Butter in die warme Milch legen damit sie beginnt zu schmelzen. Eier und buttrige Milch zur Mehlmischung geben und alles mit den Knethaken eines Handrührers verkneten bis der Teig glatt und elastisch ist und sich komplett vom Schüsselrand löst. Wenn er zu trocken wirkt, kann man noch etwas mehr Milch unterkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, wieder in die Schüssel legen, mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort 1-2 Stunden gehen lassen, bis der Teig sein Volumen verdoppelt hat.
2. Inzwischen eine Backform buttern und mit Mehl ausstreuen. (Bei mir war es eine Springform mit 28cm Durchmesser aber eine viereckige Form geht genauso gut.) Die Äpfel schälen und in dünne Scheiben hobeln, beiseite stellen. Zucker und Zimt vermischen.
3. Wenn der Teig aufgegangen ist, eine Arbeitsfläche mit Mehl ausstreuen und den Teig darauf viereckig ausrollen. (Etwa 5mm dick, aber so genau muss man nicht sein.) Den Teig 10 Minuten entspannen lassen.
4. Die geschmolzene Butter auf das Teigviereck pinseln, bis alles bedeckt ist, mit 3/4 des Zimtzucker bestreuen und die Apfelscheiben darauf verteilen. Den Teig mit einem Pizzaschneider in etwa 4cm breite Streifen schneiden, aufrollen und die Rollen nebeneinander in die Form setzen. (Sie können ruhig locker sitzen, weil sie nochmal aufgehen werden.) Die Form mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde rasten lassen.
5. Backrohr auf 180°C vorheizen. Den restlichen Zimtzucker über die Schnecken streuen und etwa 20 Minuten backen bzw. so lange bis sie schön goldbraun sind.

Montag, 22. September 2014

Apfelweintorte

Es ist Herbst und ich muss langsam einsehen, dass die Wassermelonen-Zeit endgültig vorbei ist. Das ist eine ziemliche Tragödie, liebes Krebsen, aber dafür gibt es endlich wieder frische, saftige Äpfel! Das ist gar kein so schlechter Ersatz und man kann damit auch wesentlich besser backen.

Die Aluettenküche beginnt die Apfelsaison mit der weltbesten Apfelweintorte für einen verspäteten Geburtstags-Nachmittagskaffee. Die habe ich nicht zum ersten Mal gebacken und als ich von meinen Backplänen berichtet habe, war die Reaktion "Ooohh dieee!" und gierig leuchtende Augen. Ja, so gut ist sie. Sogar meine liebe Tante Geli hat sich nach dem Rezept erkundigt und das will was heißen, sonst isst sie nämlich nie etwas Süßes.

Besonders daran ist die Fülle, für die man Apfelwein mit Vanillepuddingpulver zu einer köstlichen Creme kocht und unter fein geschnittene Apfelscheiben hebt. Die Masse wird in einem süßen Mürbteig gebacken und rastet dann über Nacht im Kühlschrank damit alles gut durchziehen kann. Direkt vor dem Servieren wird die ganze Torte noch mit einer großzügigen Schlagobershaube bedeckt und dann darf man sich darauf stürzen. Davon habe ich kein Foto gemacht, aber ich denke man kann sich vorstellen wie großartig das ist.





Apfelweintorte
für den Teig:
250g Mehl
125g Zucker
125g Butter
1 Prise Salz
1 Ei

für die Fülle:
1,5kg Äpfel
Saft einer halben Zitrone
750ml Apfelwein (oder trockener Weißwein mit Apfelsaft gemischt)
2 Pk Vanillepuddingpulver
150g Zucker
1 Pk Vanillezucker

200ml Schlagobers
1-2 El Semmelbrösel
eventuell Sahnesteif

1. Eine Backform mit 26-28cm Durchmesser fetten und mit Semmelbröseln ausstreuen. (Meine Backform hatte nur 22cm Durchmesser, die Torte wird dadurch einfach höher und es bleibt etwas fülle übrig.) Für den Teig alle Zutaten schnell zu einem Teig verarbeiten, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in die Backform legen. Bei einer 28cm Form sollte man einen etwa 4cm hohen Rand aufziehen, bei einer kleineren Form kann er ruhig höher sein. Die Form in den Kühlschrank stellen.
2. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dünne Scheiben schneiden, mit dem Zitronensaft mischen und beiseite stellen. Backrohr auf 160°C vorheizen.
3. Etwa 100ml Apfelwein mit Puddingpulver, Zucker und Vanillezucker mischen. Den restlichen Apfelwein in einem Topf zum Kochen bringen, Puddingmischung einrühren und einmal kurz aufkochen lassen bis die Masse eindickt. Den Pudding unter die Apfelspalten heben, alles in die Backform füllen und glatt streichen. Die Torte eine halbe Stunde backen, bis die Teigränder goldbraun sind, abkühlen lassen und am besten über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
3. Vor dem Servieren den Schlagobers aufschlagen und auf der Torte verteilen. Mit einem halben Packerl Sahnesteif hält sich der Obers auch noch ein paar Stunden im Kühlschrank.

Montag, 8. September 2014

Biskuitrolle und andere Desaster

Heute gibt es kein Rezept, weil in letzter Zeit einfach zu viel schiefgegangen ist. Trotzdem, auch das muss dokumentiert werden. Man muss ja aus seinen Fehlern lernen, oder Krebsen? 

Ich habe mich zum Beispiel am Brot backen versucht, was eigentlich recht vielversprechend angefangen hat, sogar mit Pizzastein. Es wurde ein sehr schönes Körndlbrot, das aber nicht wie Brot sondern mehr wie eine salzige Buchtel geschmeckt hat. Viel zu viel Germ! 



Dann war da noch der Topfen-Brombeer-Gugelhupf. Der ist sicher super saftig, habe ich mir gedacht, aber er war eher, hm, durchschnittlich, zu dicht und beinahe trocken.



Und die Kekse? Walnuss-Chocolate Chip. Schon gut, aber beim Backen hätten sie ruhig ein bisschen größer und flacher werden können. Auch nicht Blog-verdächtig.







Die Feigentarte mit Pistazien-Frangipane war Krebsens Geburtstagstorten-Sequel. Geschmacklich wirklich köstlich – was soll bei der Kombination auch groß schiefgehen – aber mit der Konsistenz der Frangipane bin ich nicht ganz zufrieden. Daran wird noch gearbeitet.

Oh und die eigentliche Katastrophe der letzten Backexperimente war die Biskuitrolle. Es kann ja nicht sein, dass ich noch nie eine Biskuitrolle gemacht habe, habe ich mir gedacht und mich fröhlich ans Eier trennen gemacht. Nachdem ich dann den Teig zu lange gebacken habe, er beim Rollen gebrochen ist und die Himbeertopfencreme auf allen Seiten herausgequollen ist, habe ich beschlossen das Projekt "Biskuitrolle" fürs Erste ruhen zu lassen. Hoffentlich habe ich bald mal wieder ein Erfolgserlebnis…

Montag, 1. September 2014

Zitronengugelhupf

Vor einem Jahr habe ich diesen Gugelhupf zum ersten Mal gebacken und war gleich ganz begeistert wie luftig und frisch zitronig er schmeckt. Nur um sicher zu gehen, und weil ich plötzlich große Lust auf Zuckerglasur hatte, habe ich ihn heute wieder gemacht und er ist tatsächlich so großartig wie ich ihn in Erinnerung hatte. Mit 2-3 El Mohn könnte man einen köstlichen Mohn-Zitronenkuchen daraus machen oder man ersetzt die Zitronen komplett durch Orangen.



Zitronengugelhupf
175g Mehl
1/2 Tl Backpulver
1 Prise Salz
120g weiche Butter
280g Zucker
3 El Öl
abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen
2 El Zitronensaft
3 Eier, getrennt
4 El Schlagobers

für den Sirup
3 El Zitronensaft
50g Zucker

für die Glasur
60g Staubzucker
etwas Milch oder Zitronensaft

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Gugelhupfform (1 Liter Fassungsvermögen) fetten und mit Mehl ausstreuen. Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker schaumig rühren. Öl, Zitronenschale und -saft unterrühren. Die Dotter nach und nach zugeben. Eiweiß steif schlagen und unter den Teig heben. Zum Schluss den Schlagobers halbfest aufschlagen und unter den Teig heben. Das macht ihn besonders fluffig! Den Teig in die Form füllen und backen.
2. Während der Kuchen bäckt Zitronensaft und Zucker in einem Topf einmal aufkochen und den Zucker dabei komplett auflösen. Den Kuchen noch heiß auf eine Kuchenplatte stürzen und mit dem heißen Sirup bepinseln. Dadurch bleibt er saftig und bekommt noch eine extra zitronige Note.
3. Wenn der Kuchen komplett ausgekühlt ist, Staubzucker und etwas Milch oder Zitronensaft zu einer dicken Glasur rühren und den Gugelhupf damit übergießen.

Donnerstag, 21. August 2014

Bananen Nutella Torte

Sebi hat Geburtstag und bekommt deswegen einen zweistöckigen, saftig-süßen Bananen-Nutella-Traum, der inzwischen schon bis aufs letzte Stückchen aufgegessen ist. Die Torte besteht aus drei Schichten (Bananenkuchen, Nutella-Buttercreme, Bananenkuchen) und ist zudem noch komplett mit Creme bedeckt und mit Zuckerstreuseln verziert. Eine ziemliche Bombe!

Ich bin nur selten für Buttercreme zu begeistern, aber diese ist ein bisschen anders, weil sie zu einem großen Teil aus Nutella besteht und dadurch nicht nur nach Fett und Zucker, sondern vor allem nach Schokolade und Haselnüssen schmeckt. Für solche bombastischen Geburtstagstorten verewige ich ja eher selten ein Rezept auf dem Blog, weil ich das genau gleiche meistens nie mehr brauche. Nicht weil sie nicht absolut köstlich gewesen wäre, sondern weil das Leben einfach zu kurz ist um zweimal die gleiche Torte zu backen. Diesmal ist das aber ein bisschen anders, weil man sich beide Komponenten, also Bananenkuchen und Nutella-Buttercreme auch getrennt merken sollte. Die Kombination ist unbestreitbar großartig, aber aus dem Bananenteig habe ich zum Beispiel mit Frischkäse-Frosting schon sehr gute Cupcakes gemacht und auch die Nutella-Buttercreme passt wunderbar zu Haselnuss- oder Schokocupcakes.




Bananen Nutella Torte
adaptiert von Food52 und Sally's Baking Addiction

für den Bananenkuchen:
300g Zucker
100g Butter
2  Eier, getrennt
2 Bananen, püriert
125ml Sauerrahm
200g Mehl
1 Tl Natron
1 Prise Salz

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und zwei Springformen mit 20cm Durchmesser fetten und mit Mehl ausstäuben oder mit Backpapier auslegen. (Wer nur eine Springform hat, macht am besten zuerst den halben Teig in der einen Form. Während diese bäckt bereitet man die zweite Hälfte Teig vor und bäckt den zweiten Boden anschließend.) 
2. Zucker und Butter in einer Schüssel schaumig schlagen. Eidotter, Bananen und Sauerrahm nacheinander zugeben und unterrühren. Eiweiß in einer zweiten Schüssel steif schlagen. Mehl, Natron und salz mischen und über den Teig sieben, danach kurz unterrühren. Eiweiß vorsichtig unter den Teig heben, alles gleichmäßig auf die zwei Formen verteilen. 25-30 Minuten backen.
3. Die noch heißen Kuchen vorsichtig vom Rand lösen, auf ein Gitter stürzen und komplett auskühlen lassen. Wenn sie kühl sind, einen Boden auf eine Tortenplatte setzen und mit einer guten Portion Nutellacreme bedecken. (Die Menge ist Geschmacksache.) Den zweiten Boden darauf setzen und die ganze Torte mit einer dünnen Schicht Creme einstreichen. Das geht am besten mit einer Tortenpalette. Dabei kann man ruhig noch den Teig stellenweise durchsehen, es geht nur darum alle Brösel in einer ersten Schicht einzuschließen und eine glatte Oberfläche zu schaffen. Die Torte mindestens eine Stunde kühlstellen bis die Buttercreme fest wird und bei Berührung nicht verschmiert.
4. Nun ein zweites Mal die ganze Torte mit einer dickeren Schicht einstreichen und nach Wunsch verzieren. Dabei kann man die Oberfläche ganz glattstreichen oder bewusst unregelmäßige Wellen oder Spitzen formen oder die Creme in eine Spritztülle füllen und damit verzieren. Zuckerstreusel sind auch nie verkehrt.

für die Nutella Buttercreme:
230g weiche Butter
240g Staubzucker, gesiebt
220g Nutella
2 El Sauerrahm
1 Prise Salz (Schokolade liebt Salz!)

1. Butter schaumig aufschlagen. Staubzucker darüber sieben und alles weiter aufschlagen. Nutella, Sauerrahm und Salz unterrühren und die Creme noch ein paar Minuten aufschlagen bis sie schön fluffig und cremig ist. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren. Wenn man für die Torte nicht alles verbraucht (ich hatte noch einen guten Becher voll übrig), kann die Creme noch ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Donnerstag, 14. August 2014

Apfel Ingwer Granola

Der Bär achtet neuerdings auf seinen Cholesterinspiegel und isst statt Wurst und Käse jetzt täglich eine Schüssel Müsli zum Frühstück. Aber nicht irgendeines, sondern nur die köstlichen Knusper-Spezialmischungen aus der Aluetten-Küche natürlich. Das freut mich sehr, weil mir das Frühstück sowieso die liebste Mahlzeit ist und ich so alle möglichen Kombination ausprobieren kann. Zum Beispiel diese schon etwas herbstliche Mischung aus getrockneten Äpfeln (anscheinend besonders gut um die Cholesterinwerte zu senken), Ingwer, Haselnüssen, Honig und Zimt.



Noch mehr Lieblingsrezepte: Judiths Super Granola und Schoko Nuss Knuspermüsli

Apfel Ingwer Granola
200g Müsli (Basismischung aus verschiedenen Flocken, Körnern und Samen)
50g gehobelte Mandeln
50g grob gehackte Haselnüsse
30g Chia-Samen (optional)
2 Tl Zimt
1-2 El Kokosöl
90ml Honig
40g kandierter Ingwer, gehackt
100g getrocknete Apfelringe, in kleine Stücke geschnitten

1. Backrohr auf 160°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
2. Müsli mit Mandeln, Haselnüssen und Zimt mischen. Kokosöl und Honig leicht erwärmen bis der Honig dünnflüssig und das Kokosöl geschmolzen sind. Unter die Müslimischung rühren, alles auf dem Blech möglichst flach verteilen und 30-40 Minuten backen bis das Granola goldbraun ist, dabei alle 15 Minuten umrühren. In den letzten 5 Minuten Backzeit die Apfelstücke dazugeben, damit die auch noch ein bisschen Farbe bekommen.
3. Granola komplett auf dem Blech auskühlen lassen. Zum Schluss noch den Ingwer unterrühren, in ein Glas füllen und luftdicht verschließen.

Freitag, 8. August 2014

M is for Marzie – Pfirsich Heidelbeer Pie mit frischem Ingwer

Das kleine Krebsen hat Geburtstag und ich bin nicht in Wien! Das ist eine Frechheit und zieht daher gleich zwei Geburtstagstorten nach sich. Die Vorgeburtstagstorte ist ein klassisch amerikanischer Pfirsich-Heidelbeer-Pie mit einer herrlich blättrigen und buttrigen Kruste. Das ist der erste Pie dieser Art den ich je gemacht habe und er war so, so großartig! Der Teig geht schon fast in Richtung Blätterteig und passt so fein und knusprig perfekt zu den reifen, süßen Sommerfrüchten, die in der Mitte blubbern. Man braucht ein ziemlich großes Maß an Selbstbeherrschung um ihn nicht sofort anzuschneiden und sich fürchterlich die Zunge zu verbrennen. Am besten wartet man geduldig zwei Stunden oder noch länger bis er nur noch leicht warm ist und die Obstsäfte Zeit hatten etwas einzudicken. Dann schneidet man sich ein großzügiges Stück heraus, serviert es mit einer Kugel Vanilleeis und nennt es Mittagessen.






Pfirsich Heidelbeer Pie
Teig adaptiert aus dem Smitten Kitchen Kochbuch
315g Mehl
1 El Zucker
1/2 Tl Salz
225g eiskalte Butter, in kleinen Würfeln
120ml Eiswasser

Fülle
1,5kg reife Pfirsiche
150g Heidelbeeren
Saft einer halben Zitrone
1 Tl frisch geriebener Ingwer
100g Zucker
4 El Speisestärke

1 Dotter mit 1 Tl Wasser verquirlt zum Bestreichen
Zucker zum Bestreuen

1. Für den Teig sollten alle Zutaten und Geräte mit denen man arbeitet möglichst kalt sein und man sollte alles recht schnell verarbeiten damit die Butter keine Zeit hat weich zu werden. Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die gewürfelte Butter mit den Fingern grob unter die Mehlmischung reiben. Eiswasser dazugeben und alles kurz verkneten bis der Teig zusammenhält, aber noch immer kalt ist und Butterstückchen zu sehen sind. Den Teig in zwei Portionen teilen, leicht flach drücken, in Folie einwickeln und mindestens 2 Stunden und bis zu drei Tagen im Kühlschrank rasten lassen.
2. Für die Fülle die Pfirsiche kurz in kochendem Wasser blanchieren, kalt abschrecken und schälen. Danach entsteinen und in dünne Spalten oder Scheiben schneiden. Alle anderen Zutaten für die Fülle unterheben, kühlstellen.
3. Backrohr auf 220°C vorheizen. Arbeitsfläche gut mit Mehl bestäuben und eines der beiden Teigstücke schnell kreisförmig ausrollen. Das andere Stück im Kühlschrank lassen. (Je kälter der Teig bleibt umso leichter ist er zu verarbeiten. Bei einer klassischen Pie-Form mit etwa 24cm Durchmesser den Kreis auf ca. 30cm Durchmesser ausrollen. Andere runde Ofenformen gehen natürlich auch.) Den Teig über das Nudelholz legen und so in die Ofenform manövrieren. Der Teig sollte die Form komplett auslegen und einen mindestens 1cm breiten Rand überstehen lassen. Überflüssigen Rand abschneiden. Die Fülle in die Form füllen und wieder in den Kühlschrank stellen.
4. Die zweite Teighälfte ebenso schnell und rund ausrollen. Mit einem kleinen Keksausstecher ein paar Luftlöcher in den Teigdeckel stechen oder einfach kreiförmig ein paar Schlitze einschneiden. Den Pie aus dem Kühlschrank holen und den Teigrand mit den Fingern anfeuchten. Den Teigdeckel darüberheben und an den Rändern leicht andrücken. Die überstehenden Ränder nach unten hinein in die Form falten und wer Lust hat kann ihn ganz klassisch in Wellenform drücken. Sonst einfach darauf achten, dass Boden und Deckel gut miteinander verklebt sind.
5. Den Pie mit der Eimischung einpinseln und mit etwas Kristallzucker bestreuen. 20 Minuten bei 220°C backen, danach die Temperatur auf 190°C reduzieren und etwa 40 Minuten weiterbacken bis der Pie schön goldbraun ist und das Obst durch die Luftlöcher blubbert. Mindestens 2 Stunden abkühlen lassen und am besten mit Vanilleeis servieren.