Dienstag, 14. April 2015

Die perfekte Ganache

Ich backe jetzt ab und zu für das neu eröffnete "Spektakel" in Wien und bin bei den Cupcakes-Frosting-Recherchen dazu letztens auf die perfekte dunkle Ganache gestoßen. Die wird nicht hart, sondern bleibt glänzend und cremig und eignet sich damit ideal als Frosting und Füllung für Cupcakes und Kuchen.

Die Cupcakes im Bild sind übrigens von diesem großartigen Rezept und zusätzlich mit Granatapfelsirup aromatisiert. Mmmmmmh…


Die perfekte Ganache
50g Butter
150g Zucker
75g Kakaopulver
1 Prise Salz
90ml Schlagobers
60ml Sauerrahm

1. Butter, Zucker, Kako, Salz und Obers in einem kleinen Topf gut verrühren. Die körnige Masse langsam erhitzen, dabei ständig umrühren. Wenn sie heiß ist, vom Herd nehmen, Sauerrahm einrühren und abkühlen lassen. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.

Montag, 16. März 2015

Blutorangen Topfentarte

Im Moment ist nur wenig Zeit für neue Backexperimente, aber eine kleine Tarte zur Entspannung muss sich ausgehen – vor allem wenn gerade Blutorangensaison ist. Die Creme ist eine Adaption von Mamas weltbestem Topfenblechkuchen, mit Orangenschale und dichter, ohne dabei so schwer wie ein Cheesecake zu werden.

Die Verhältnisse im Teig sorgen für die perfekte Mürbteigkonsistenz, für eine Tarte wird aber ein Teil übrig bleiben. Den kann man entweder für eine zweite Tarte verwenden oder für ein anderes Mal einfrieren. Auch vorgebackene Böden lassen sich gut einfrieren. Der Mohn passt besonders gut zu den Blutorangen, ist aber optional.

Nicht das beste Foto, aber die Tarte ist großartig!



Blutorangen Topfentarte
für den Teig:
250g Mehl
125g Butter
60g Zucker
1 Ei
abgeriebene Schale einer Bio-Orange
2 El Mohn (optional)

für die Creme:
375g Topfen (20%)
190g Sauerrahn
3/4 Packerl Vanillepuddingpulver (28g)
150g Zucker
2 Eier
abgeriebene Schale einer Bio-Orange

3-4 Blutorangen

1. Für den Teig alle Zutaten schnell zu einem Mürbteig verkneten, in Folie wickeln und mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
2. Backrohr auf 180°C vorheizen. Den Teig auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche dünn ausrollen und eine Tarteform (26-28cm) damit auslegen. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und 15-20 Minuten vorbacken.
3. Backrohr auf 160°C runter schalten. Für die Creme alle Zutaten zu einer glatten Creme rühren, in den Teigboden gießen und backen bis die Oberfläche beginnt fest zu werden. (Wenn man die Orangenscheiben gleich zu beginn auf die Creme legt, drohen sie abzusinken.)
4. Inzwischen mit einem scharfen Messer die Schale der Orangen bis zum Fruchtfleisch abschneiden und dann in dünne Scheiben schneiden. Tarte kurz aus dem Rohr nehmen, die Orangenscheiben darauf nebeneinander verteilen und weiter backen bis die Creme fest ist, aber noch nicht braun. (Insgesamt etwa eine Stunde.) Die Tarte im ausgeschaltenen Backrohr bei geschlossener Tür noch eine Stunde stehen lassen, das verhindert Risse in der Oberfläche. Schmeckt am besten gekühlt am nächsten Tag.

Dienstag, 3. März 2015

Hamantaschen

Am Freitag wird das jüdische Purimfest gefeiert und da gibt es traditionellerweise Hamantaschen – dreieckige, fein buttrige und mürbe Kekse mit verschiedenen Füllungen wie Mohn, Nüssen, Marmelade usw. Meine habe ich mit einer Dattel-Orangen-Paste, Marillenmarmelade und Nutella gefüllt. Je mehr Füllungen man macht, desto mehr Hamantaschen kann man nachher nämlich verkosten, liebes Krebsen!

Die Kekse auf dem Foto sind recht groß geworden, weil der einzige verfügbare runde Keksausstecher ein Serviettenring mit 8cm Durchmesser war. Zwischen 5 und 8cm wird alles gut funktionieren und letztendlich beschwert sich wohl niemand über zu große Kekse.


Hamantaschen
adaptiert von Bon Appétit
250g Mehl
3/4 Tl Backpulver
1 Prise Salz
100g weiche Butter
100g Zucker
1 großes Ei, Zimmertemperatur
+1 Ei, verquirlt mit 2 El Milch oder Wasser zum Bestreichen
Marmelade, Nutella, Mohnfülle und/oder Dattelpaste (Rezept unten) zum Füllen

1. Für den Teig Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker schaumig schlagen, danach das Ei unterrühren. Mehlmischung unterrühren und alles zügig zu einem glatten Teig verarbeite. Zu einer Kugel rollen, in Folie wickeln und zwei Stunden (maximal 2 Tage) in den Kühlschrank legen.
2. Den Teig eine halbe Stunde vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
3. Den Teig auf einer nur leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, Kreise ausstechen (5-8cm Durchmesser) und die Ränder mit Eistreiche bepinseln. In die Mitte eine Portion Fülle setzen (1/2-1 1/2 Tl, je nach Kreisdurchmesser) und an drei Ecken gut zusammendrücken damit beim Backen nichts ausrinnt. In der Mitte soll die Fülle aber herausschauen. Hamantaschen aufs Blech setzen und etwa 20 Minuten backen.

Dattel-Orangen-Paste
adaptiert von Bon Appétit
120g entsteinte Datteln, in Stücke geschnitten
1 Tl abgeriebene Orangenschale
1/2 Tl Zimt
1 Prise Salz
200ml Wasser
1 Tl Butter

1. Alle Zutaten ausser der Butter in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und auf niedriger Flamme etwa 5 Minuten einkochen, bis eine dicke, stückige Paste entsteht. Die heiße Masse mit einem Pürierstab glatt pürieren, Butter unterrühren und kaltstellen. Hält sich im Kühlschrank etwa 4 Tage und schmeckt auch köstlich als Aufstrich, im Joghurt oder in der Bananenmilch.

Dienstag, 24. Februar 2015

Mandelgranola mit Chai-Gewürzen

Knuspriges Mandelgranola mit duftenden Gewürzen für alle Müsli-Puristen – ganz ohne Trockenfrüchte und anderen Schnickschnack. Perfekt zum Frühstück mit Milch oder um vier Uhr in der Früh direkt aus dem Glas, wenn man auf der Couch die Oscarverleihung schaut und das Popcorn ausgegangen ist. Die Gewürzmischung dafür nennt sich eigentlich "Arabisches Kaffee und Dessertgewürz", aber das klingt dann doch ein bisschen sperrig. Sie enthält Kardamom, Zimt, Muskat, Piment, Nelke, Vanille und Pfeffer und ich habe sie bei Curry me home in Wien gekauft. Sonnentor hat eine vergleichbare Mischung namens "Aladins Kaffeegewürz". Man kommt aber natürlich auch ohne fertiger Gewürzmischung aus und kann sein Granola mit allem abschmecken, was die Küche hergibt. Ich mache das meistens nach Gefühl und Gusto.



Mandelgranola mit Chai-Gewürzen
250g Flockenmischung (Haferflocken, Weizenflocken, Dinkelflocken, …)
150g gehobelte Mandeln
1 Prise Salz
2 Tl Kaffeegewürz
125ml Ahornsirup, Honig oder eine Mischung
60ml Kokosöl, geschmolzen

1. Backrohr auf 150°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
2. Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermischen, flach auf dem Blech verteilen und etwa 45 Minuten backen bis das Granola goldbraun ist. Dabei alle 15 Minuten umrühren, damit alles gleichmäßig bräunt.
3. Auf dem Blech komplett abkühlen lassen und danach in einem luftdichten Behälter aufbewahren.

Montag, 9. Februar 2015

Mohnbabka

Zum Geburtstag hat mir der Bär eine jüdische Backbibel geschenkt. Einen dicken Wälzer mit vielen, vielen köstlichen Rezepten für Challahs, Cheesecakes, Bagels, Rugelach, Mandelbrot und noch viel mehr. Das Buch ist mittlerweile mit Lesezeichen übersät, aber irgendwo muss man ja einmal anfangen.

Ein Babka ist quasi ein Striezel aus luftigem Germteig mit einer süßen Füllung aus Schokolade, Mohn, Nüssen, Marzipan oder Marmelade. Gefüllte Germteige dieser Art gibt es in Mittel- und Osteuropa – von Beugel bis Gubana – ja zuhauf. Ich finde alle köstlich und habe auch schon einige Varianten ausprobiert, wie man hier, hier und hier sehen kann.

Für diesen Babka habe ich mein eigenes Germteigrezept verwendet und die Mohnfülle aus dem jüdischen Backbuch. Manchmal kann Gebäck mit Mohn ja recht schwer und trocken werden, aber dieses Rezept ist weit davon entfernt. So, so köstlich war das! Weich, fluffig, extrem saftig und nach zwei Tagen aufgegessen – ein gelungenes Debüt für das neue Buch.




Mohnbabka
für die Fülle (adaptiert von "A Treasury of Jewish Holiday Baking"):
125ml Wasser
250ml Milch
110g gemahlener Mohn
100g Zucker
3 El Butter
2 El Honig
1 El abgeriebene Zitronenschale
40g gehackte Rosinen
1 Prise Salz
1 Prise Zimt
4 El Marmelade oder Powidl

für den Teig:
300g glattes Mehl
100g Weizenvollkornmehl (kann ohne Probleme durch glattes Mehl oder ein anderes Vollkornmehl wie z.b. Dinkel ersetzt werden)
1 Packerl Germ (7g)
75g Zucker
1/2 Tl Salz
100g weiche Butter
175ml Milch
1 Ei + 1 Dotter, bei Zimmertemperatur

zum Bestreichen:
1 Dotter + 2 El Milch
Mohn

1. Für die Fülle Wasser, Milch und Mohn in einem Topf aufkochen und ein paar Minuten köcheln lassen. Alle anderen Zutaten (bis auf die Marmelade) dazugeben und auf kleiner Flamme köcheln bis die Fülle zu einer Paste eindickt, dabei immer wieder umrühren. Das dauert etwa 10-15 Minuten. Die Fülle abkühlen lassen und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.
2. Für den Teig die Milch lauwarm erwärmen und die weiche Butter einlegen bis sie fast geschmolzen ist. Mehl, Germ, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Ei, Dotter und buttrige Milch dazugießen und mit den Knethaken eines Handrührers 5-10 Minuten zu einem glatten Teig kneten bis er sich vom Schüsselrand löst. Den Teig in eine geölte Schüssel geben, mit Folie oder einem feuchten Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen bis er mindestens doppelt so groß ist.
3. Eine Kastenform mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen, bei dem die lange Kante doppelt so lang ist, wie die Kastenform. Die Fülle bis zum Rand auf dem Teig verstreichen. Den Teig an der langen Kante aufrollen und die entstandene Wurst in der Mitte durchschneiden. Beide Teigstücke nebeneinander legen und ineinander verdrehen. Die Teigspirale in die Kastenform legen und mit der Dotter-Milchmischung einstreichen. Abdecken und wieder an einem warmen Ort gehen lassen bis der Teig ein bisschen über die Formkante schaut.
4. Backrohr auf 180°C vorheizen. Den Babka erneut mit Ei einstreichen und mit Mohn bestreuen. Etwa eine Stunde backen. Nach einer halben Stunde Backzeit den Babka mit Folie oder Backpapier abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. Mit einem Stäbchen testen ob er durchgebacken ist. Der Babka schmeckt auch am nächsten Tag noch köstlich, weil die Mohnfülle alles gut saftig hält.

Montag, 2. Februar 2015

Milchschoko Salzmandel Cookies mit Honig

Inspiriert von einer Tafel Salzmandel-Honigschokolade (Danke Tamara!) und meinen jüngsten Cookie-Erkenntnissen habe ich diesen köstlichen Keks entwickelt. Schön dick, aussen knusprig, innen weich, gefüllt mit cremiger Milchschokolade, salzig knusprigen Mandeln und tollem Honigaroma – was will man mehr?




Milchschoko Salzmandel Cookies mit Honig
reicht für 12 Cookies, je 50g
100g weiche Butter
75g brauner Zucker
75g weißer Zucker
1 Prise Vanillepulver
1 El kräftiger Honig
1 Ei, bei Zimmertemperatur
170g Mehl
1 gute Prise Salz
1/2 Tl Natron
100g Milchschokolade, grob gehackt
50g Salzmandeln, grob gehackt (Wem das nicht geheuer ist, nimmt normale Mandeln und röstet sie 10 Minuten bei 180°C im Backrohr. Abkühlen lassen und grob hacken.)

1. Butter, Zucker und Vanillepulver mit dem Mixer 5 Minuten schaumig aufschlagen. Honig und Ei dazugeben und weiterschlafen bis die Masse hell wird.
2. Mehl, Salz und Natron mischen und kurz unter die Buttermasse rühren. Zum Schluss Schokolade und Mandeln unterrühren. Den Teig in Folie einwickeln und mindestens eine Stunde, noch besser über Nacht, in den Kühlschrank stellen.
3. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Teig zu Kugeln rollen (je 50g) und sechs davon mit genug Abstand auf das Blech setzen. Etwa 12 Minuten backen bis die Ränder goldbraun sind, die Mitte aber noch leicht roh ausschaut. Danach das zweite Blech backen.
4. Die Kekse auf einem Gitter auskühlen lassen oder gleich noch warm mit einem Glas Milch genießen.

Sonntag, 25. Januar 2015

Kransekage

Krebsen, ich habe die perfekte Partytorte gefunden! Das ist ein Kransekage, ein dänisch/norwegischer Silvester- und Hochzeitskuchen aus weich gebackenen Marzipanringen und bunter Zuckerglasur. Absolut köstlich und das perfekte Fingerfood, weil man sich ohne Teller und Besteck ganz einfach ein Stückchen abbrechen kann. Und so hübsch, fast wie bei Mendl's!







Für den Kransekage habe ich dieses Rezept verwendet. Ich bin dann auch noch auf dieses Rezept mit Anleitungsvideo gestoßen, dass noch weniger Zutaten braucht. Funktioniert sicher genauso gut.

Kransekage
500g Marzipan
200g Staubzucker
100g gehobelte Mandeln, zu Mandelmehl gemahlen bzw. geschälte gemahlene Mandeln
2 Eiweiß

für die Glasur:
1 Eiweiß
200g Staubzucker
optional Speisefarbe und bunte Zuckerstreusel

1. Staubzucker und Mandeln gut vermischen und mit Eiweiß und Marzipan zu einem homogenen, klebrigen Teig verarbeiten. In einer Schüssel abgedeckt 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen.
2. Backrohr auf 190°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Teig zu Würsten mit etwa 2cm Durchmesser rollen und an den Seiten schräg andrücken damit eine leichte Pyramidenform entsteht.* Die Würste in 8 unterschiedlich lange Stücke schneiden (7cm, 8cm, 12cm, 16cm, 20cm, 24cm, 28cm, 32cm). Aus der 7cm Wurst eine Kugel formen und durch Andrücken in eine stumpfe Kegelform bringen. Die restlichen Würste zu Ringen formen und die Nahtstellen mit etwas Wasser glatt verkleben. Alle Elemente auf das Backblech setzen und etwa 12 Minuten goldbraun backen. Auskühlen lassen.
3. Für die Glasur Eiweiß und Staubzucker glatt rühren. Traditionellerweise bleibt die Glasur auf einem Kransekage weiß, man kann sie aber natürlich nach Belieben einfärben. Die Glasur in einen kleinen Spritz- oder Gefrierbeutel füllen, die Spitze abschneiden und den größten Ring mit geschwungenen Linien verzieren. Den nächsten Ring daraufsetzen, wieder glasieren usw. bis man bei der Spitze angekommen ist. Trocknen lassen und servieren.**


*Um den Teig in Form zu bringen gibt es mehrere Möglichkeiten. Da er sehr klebrig ist, rollt man ihn entweder mit nassen Händen oder auf einer mit Staubzucker bestreuten Arbeitsfläche aus. Ich habe auch gesehen, dass man den Teig in einen Spritzbeutel füllen kann und die Ringe direkt aufs Blech spritzt, kann aber nicht sagen wie gut das funktioniert.

** Für den Transport empfiehlt es sich, nicht gleich alle Elemente aufeinander zu kleben, sondern die verzierten Ringe einzeln trocknen zu lassen und erst vor Ort alles zusammen zu setzen. Die Torte lässt sich auch gut am Tag davor vorbereiten.

Freitag, 16. Januar 2015

Chocolate Chip Cookie Science

Letztes Wochenende habe ich eine große Chocolate Chip Cookie Testreihe gestartet und fünf verschiedene Rezepte ausprobiert. Ausgangspunkt war immer die gleiche Mischung aus dunkler und Milchschokolade – grob gehackt und keine Chips, da die selten in hoher Qualität zu finden sind – und eine Prise Meersalz obendrauf. Verändert habe ich jeweils die Anteile an Mehl, Zucker und Butter sowie die Backzeit. Die Kekse wurden durchnummeriert, verpackt und an eine ausgewählte Jury verteilt.

Die Kandidaten:
1. Mein Rezept, dass ich letzten Sommer als "das" Chocolate Chip Cookie Rezept gepriesen habe
2. Auch mein Rezept, aber ohne Orangenschale
3. "THE Chocolate Chip Cookies" von Not Without Salt
4. "Perfect Soft Batch Chocolate Chip Cookies" von Scarletta Bakes
5. Eine Kombination aus 2 und 4 mit extra Melasse

Ein paar Dinge habe ich an diesem Wochenende übers Chocolate Chip Cookie backen gelernt:
1. Ein großer Cookie ist ein guter Cookie. Macht man ihn zu klein stimmt die Konsistenz nicht und kleine Kekse machen niemanden glücklich. 50g sind perfekt.
2. Der Teig braucht Ruhe. Ich verwende den fertigen Teig nie sofort zum Backen, sondern lasse ihn mindestens 1 Stunde und am besten einen ganzen Tag im Kühlschrank rasten. Erstens braucht er die Kälte um die richtige Konsistenz zu entwickeln und zweitens entfaltet sich das Aroma viel besser, wenn man ihm Zeit gibt.
3. Brauner Zucker macht den Unterschied. Früher habe ich nur mit weißem Zucker gebacken. Das Ergebnis waren flache Cookies mit eindimensionalem Geschmack. Brauner Zucker verhindert, dass der Teig zu sehr auseinanderfließt und die Cookies schmecken damit gleich viel karamelliger. Es lohnt sich also zum Prosi oder Bobbys zu fahren und in ein Packerl zu investieren.
4. Salz harmoniert mit dunkler Schokolade grundsätzlich großartig und ich liebe diese Kombination besonders, aber meine Tester waren eher weniger davon überzeugt. Als Topping werde ich die Meersalzflocken also wenn dann sparsam einsetzen, im Teig ist eine gute Prise Tafelsalz aber gut und wichtig für das Aroma.

Die ersten vier Kandidaten von links oben nach rechts unten: 2, 1, 4 und 3
Cookie N°1: Der war eine große Überraschung, weil er komplett anders geworden ist, als das letzte Mal als ich ihn gebacken habe.
Viel flacher und buttriger als ich ihn in Erinnerung hatte. Von allen Cookies war das der flachste und knusprigste und damit für mich
nicht ganz ideal. Geschmacklich trotzdem überzeugend.

Cookie N°2: Gehört zu den Favoriten der Jury und war vom Größen-Dicken-Verhältnis ziemlich perfekt. 

Cookie N°3: Der Lieblingscookie des Bären hat sich vor allem geschmacklich am meisten von den anderen Rezepten abgehoben.
Der intensive Karamellgeschmack kommt vom hohen Anteil an braunem Zucker und extra Rohrohrzucker.
Der hohe Mehlanteil macht diesen Cookie auch zum dicksten der fünf Kandidaten.

Cookie N°4: Hier wird mehr weißer als brauner Zucker verwendet, was in geschmacklich weniger komplex macht, dafür waren Konsistenz,
Größe und Dicke ziemlich perfekt und er sieht genauso aus, wie ein guter Chocolate Chip Cookie aussehen soll.

Cookie N°5: Nachdem ich die ersten vier Rezepte gebacken und zuerst einmal selber verkostet hatte, wollte ich noch eine fünfte Variante
mit den positiven Merkmalen von N°2, 3 und 4 ausprobieren. Zuckermenge und -verhältnis von N°2, Karamellgeschmack von N°3 und Konsistenz von N°4: eine sehr gute Kombination wie ich finde, wenn auch die extra Portion Melasse manchen Testern zu herb war.


Das Ergebnis: den perfekten Chocolate Chip Cookie gibt es nicht. Jedem schmeckt etwas anderes – manche mögen ihre Cookies flach und knusprig, manche lieber dick und weich, manchen schmecken sie besser mit herber Karamellnote, manche haben sie lieber hell und simpel (im besten Sinne des Wortes). Alle waren köstlich und jedes Rezept würde ich wieder machen, ausser vielleicht N°1, weil ich flache Cookies einfach nicht so mag. Ich kann hier also nicht mit dem ultimativen Rezept abschließen, aber immerhin weiß ich jetzt ein bisschen besser wie ich Geschmack, Konsistenz, Größe, Dicke und Aussehen besser beeinflussen kann und damit die beste Basis für weitere Cookie-Variationen von Sauerkirsche-Pistazie bis zu Milchschokolade-Salzmandel schaffe.









Maronitorte zum Geburtstag

Meine allerliebste Mama hat mir zum Geburtstag die weltbeste Maronitorte ohne Mehl gebacken, die ich jedem Maronifan wärmstens empfehlen kann. Sie ist ganz dicht und saftig, fast wie Konfekt oder ein Brownie, nur eben mit Maronicreme – also noch viel besser! Es empfiehlt sich das ungesüßte Maronipüree fertig zu kaufen oder – was günstiger ist – dampfgegarte Maroni zu verwenden, da es eine recht langwierige Angelegenheit ist rohe Maroni erst zu kochen, dann zu schälen und dann zu Maronireis zu verarbeiten. Man kann auch nur die halbe Menge in der gleichen Form flacher backen, weil der Kuchen sowieso sehr intensiv ist. Aber backen muss man ihn. So oder so.
Das Rezept dazu kommt von Serious Eats.



Und weil ja am Tag nach meinem Geburtstag immer die heiligen drei Könige kommen, habe ich mich an einer Galette de Rois für meine Geburtstagsgäste versucht. Das ganze war optisch eine ziemliche Katastrophe, weil ein Großteil der Füllung beim Backen ausgelaufen ist, aber geschmacklich war sie super. So super, dass der liebe Mario den anderen Gästen davon abgeraten hat, nur um sie dann selber aufzuessen. Das Rezept stammt von David Lebovitz. Ich muss das nächste Mal unbedingt die Ränder besser versiegeln bzw. weniger Butter und vielleicht etwas Speisestärke verwenden, um die Füllung stabiler zu machen.



Donnerstag, 8. Januar 2015

Cheddar Speck Muffins

Nach dem ganzen Keks-Gelage wird es mal wieder Zeit für ein salziges Rezept. Eines das auch ganz gut zum Geburtstagsbuffet gepasst hätte  – man kann ja nicht nur Torte essen! Salzige Muffins sind das perfekte Fingerfood. Da sind die Käse-Speck-Köstlichkeiten gleich ins saftige Polenta-Brötchen hineingebacken und man kann ohne Probleme mit einem Glas in der anderen Hand wild gestikulierend in der Menge stehen und nichts fliegt durch die Gegend.

Cheddar, Speck und Petersilie sind natürlich nur eine von vielen Möglichkeiten. Zwiebeln und Gruyère, Emmentaler und Schnittlauch, Ziegenkäse und Rosmarin, Bergkäse und Pinienkerne, all das muss noch probiert werden!



Cheddar Speck Muffins
für 12 Muffins • adaptiert aus dem Huckleberry Kochbuch
85g weiche Butter
2 El Zucker
1,5 Tl Salz
3 Eier
100g glattes Mehl
120g Polenta
40g Roggenmehl
1,5 Tl Backpulver
6 El Öl
1,5 El Ahornsirup/Honig
175ml Buttermilch
70g Cheddar, gewürfelt
30g Cheddar, gerieben
40g Parmesan, gerieben
12 Scheiben gebratener Speck, in kleine Stücke geschnitten (ausgelassenes Fett aufheben!)
10g frische Petersilie, gehackt (6-8 Zweige)

1. Backrohr auf 200°C vorheizen. Ein Muffinblech mit dem ausgelassenen Speckfett auspinseln.
2. Butter, Zucker und Salz in einer Schüssel schaumig rühren. Die Eier nach und nach zugeben.
3. Mehl, Polenta, Roggenmehl und Backpulver mischen und unter den Teig rühren. Danach Öl, Ahornsirup und Buttermilch unterrühren.
4. Gewürfelten Cheddar, die Hälfte vom geriebenen Käse, den Speck und 3/4 der Petersilie unterheben. Teig in die Formen füllen, mit restlichem Käse und Petersilie bestreuen und etwa 15 Minuten backen bis die Muffins goldbraun sind und nach Käse duften.