Montag, 29. September 2014

Apfel-Zimtschnecken

Hier kommt noch eine apfelige Köstlichkeit: Apfelstrudel trifft Zimtschnecke! Dafür werden gehobelte Äpfel mit Butter und Zimtzucker in Germteigstreifen aufgerollt und zu duftenden, fluffigen Apfelzimtschnecken gebacken. Die sind so saftig und unwiderstehlich, dass ich gleich zwei davon noch warm aus dem Schneckenstrauß gepflückt habe. Germteig frisch aus dem Ofen gehört nämlich, ganz ohne Zweifel, zu den besten Dingen auf der Welt.







Apfel-Zimtschnecken
für den Teig:
450g Mehl
1,5 Packerl Trockengerm
1/2 Tl Salz
40g Zucker
2 Eier, bei Raumtemperatur
60g weiche Butter
150ml lauwarme Milch (eventuell etwas mehr)

für die Fülle:
etwa 1/2kg säuerliche Äpfel, kann auch etwas mehr sein
150g Zucker
1 El Zimt
40g geschmolzene Butter

1. Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Die Butter in die warme Milch legen damit sie beginnt zu schmelzen. Eier und buttrige Milch zur Mehlmischung geben und alles mit den Knethaken eines Handrührers verkneten bis der Teig glatt und elastisch ist und sich komplett vom Schüsselrand löst. Wenn er zu trocken wirkt, kann man noch etwas mehr Milch unterkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, wieder in die Schüssel legen, mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort 1-2 Stunden gehen lassen, bis der Teig sein Volumen verdoppelt hat.
2. Inzwischen eine Backform buttern und mit Mehl ausstreuen. (Bei mir war es eine Springform mit 28cm Durchmesser aber eine viereckige Form geht genauso gut.) Die Äpfel schälen und in dünne Scheiben hobeln, beiseite stellen. Zucker und Zimt vermischen.
3. Wenn der Teig aufgegangen ist, eine Arbeitsfläche mit Mehl ausstreuen und den Teig darauf viereckig ausrollen. (Etwa 5mm dick, aber so genau muss man nicht sein.) Den Teig 10 Minuten entspannen lassen.
4. Die geschmolzene Butter auf das Teigviereck pinseln, bis alles bedeckt ist, mit 3/4 des Zimtzucker bestreuen und die Apfelscheiben darauf verteilen. Den Teig mit einem Pizzaschneider in etwa 4cm breite Streifen schneiden, aufrollen und die Rollen nebeneinander in die Form setzen. (Sie können ruhig locker sitzen, weil sie nochmal aufgehen werden.) Die Form mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde rasten lassen.
5. Backrohr auf 180°C vorheizen. Den restlichen Zimtzucker über die Schnecken streuen und etwa 20 Minuten backen bzw. so lange bis sie schön goldbraun sind.

Montag, 22. September 2014

Apfelweintorte

Es ist Herbst und ich muss langsam einsehen, dass die Wassermelonen-Zeit endgültig vorbei ist. Das ist eine ziemliche Tragödie, liebes Krebsen, aber dafür gibt es endlich wieder frische, saftige Äpfel! Das ist gar kein so schlechter Ersatz und man kann damit auch wesentlich besser backen.

Die Aluettenküche beginnt die Apfelsaison mit der weltbesten Apfelweintorte für einen verspäteten Geburtstags-Nachmittagskaffee. Die habe ich nicht zum ersten Mal gebacken und als ich von meinen Backplänen berichtet habe, war die Reaktion "Ooohh dieee!" und gierig leuchtende Augen. Ja, so gut ist sie. Sogar meine liebe Tante Geli hat sich nach dem Rezept erkundigt und das will was heißen, sonst isst sie nämlich nie etwas Süßes.

Besonders daran ist die Fülle, für die man Apfelwein mit Vanillepuddingpulver zu einer köstlichen Creme kocht und unter fein geschnittene Apfelscheiben hebt. Die Masse wird in einem süßen Mürbteig gebacken und rastet dann über Nacht im Kühlschrank damit alles gut durchziehen kann. Direkt vor dem Servieren wird die ganze Torte noch mit einer großzügigen Schlagobershaube bedeckt und dann darf man sich darauf stürzen. Davon habe ich kein Foto gemacht, aber ich denke man kann sich vorstellen wie großartig das ist.





Apfelweintorte
für den Teig:
250g Mehl
125g Zucker
125g Butter
1 Prise Salz
1 Ei

für die Fülle:
1,5kg Äpfel
Saft einer halben Zitrone
750ml Apfelwein (oder trockener Weißwein mit Apfelsaft gemischt)
2 Pk Vanillepuddingpulver
150g Zucker
1 Pk Vanillezucker

200ml Schlagobers
1-2 El Semmelbrösel
eventuell Sahnesteif

1. Eine Backform mit 26-28cm Durchmesser fetten und mit Semmelbröseln ausstreuen. (Meine Backform hatte nur 22cm Durchmesser, die Torte wird dadurch einfach höher und es bleibt etwas fülle übrig.) Für den Teig alle Zutaten schnell zu einem Teig verarbeiten, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in die Backform legen. Bei einer 28cm Form sollte man einen etwa 4cm hohen Rand aufziehen, bei einer kleineren Form kann er ruhig höher sein. Die Form in den Kühlschrank stellen.
2. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dünne Scheiben schneiden, mit dem Zitronensaft mischen und beiseite stellen. Backrohr auf 160°C vorheizen.
3. Etwa 100ml Apfelwein mit Puddingpulver, Zucker und Vanillezucker mischen. Den restlichen Apfelwein in einem Topf zum Kochen bringen, Puddingmischung einrühren und einmal kurz aufkochen lassen bis die Masse eindickt. Den Pudding unter die Apfelspalten heben, alles in die Backform füllen und glatt streichen. Die Torte eine halbe Stunde backen, bis die Teigränder goldbraun sind, abkühlen lassen und am besten über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
3. Vor dem Servieren den Schlagobers aufschlagen und auf der Torte verteilen. Mit einem halben Packerl Sahnesteif hält sich der Obers auch noch ein paar Stunden im Kühlschrank.

Montag, 8. September 2014

Biskuitrolle und andere Desaster

Heute gibt es kein Rezept, weil in letzter Zeit einfach zu viel schiefgegangen ist. Trotzdem, auch das muss dokumentiert werden. Man muss ja aus seinen Fehlern lernen, oder Krebsen? 

Ich habe mich zum Beispiel am Brot backen versucht, was eigentlich recht vielversprechend angefangen hat, sogar mit Pizzastein. Es wurde ein sehr schönes Körndlbrot, das aber nicht wie Brot sondern mehr wie eine salzige Buchtel geschmeckt hat. Viel zu viel Germ! 



Dann war da noch der Topfen-Brombeer-Gugelhupf. Der ist sicher super saftig, habe ich mir gedacht, aber er war eher, hm, durchschnittlich, zu dicht und beinahe trocken.



Und die Kekse? Walnuss-Chocolate Chip. Schon gut, aber beim Backen hätten sie ruhig ein bisschen größer und flacher werden können. Auch nicht Blog-verdächtig.







Die Feigentarte mit Pistazien-Frangipane war Krebsens Geburtstagstorten-Sequel. Geschmacklich wirklich köstlich – was soll bei der Kombination auch groß schiefgehen – aber mit der Konsistenz der Frangipane bin ich nicht ganz zufrieden. Daran wird noch gearbeitet.

Oh und die eigentliche Katastrophe der letzten Backexperimente war die Biskuitrolle. Es kann ja nicht sein, dass ich noch nie eine Biskuitrolle gemacht habe, habe ich mir gedacht und mich fröhlich ans Eier trennen gemacht. Nachdem ich dann den Teig zu lange gebacken habe, er beim Rollen gebrochen ist und die Himbeertopfencreme auf allen Seiten herausgequollen ist, habe ich beschlossen das Projekt "Biskuitrolle" fürs Erste ruhen zu lassen. Hoffentlich habe ich bald mal wieder ein Erfolgserlebnis…

Montag, 1. September 2014

Zitronengugelhupf

Vor einem Jahr habe ich diesen Gugelhupf zum ersten Mal gebacken und war gleich ganz begeistert wie luftig und frisch zitronig er schmeckt. Nur um sicher zu gehen, und weil ich plötzlich große Lust auf Zuckerglasur hatte, habe ich ihn heute wieder gemacht und er ist tatsächlich so großartig wie ich ihn in Erinnerung hatte. Mit 2-3 El Mohn könnte man einen köstlichen Mohn-Zitronenkuchen daraus machen oder man ersetzt die Zitronen komplett durch Orangen.



Zitronengugelhupf
175g Mehl
1/2 Tl Backpulver
1 Prise Salz
120g weiche Butter
280g Zucker
3 El Öl
abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen
2 El Zitronensaft
3 Eier, getrennt
4 El Schlagobers

für den Sirup
3 El Zitronensaft
50g Zucker

für die Glasur
60g Staubzucker
etwas Milch oder Zitronensaft

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Gugelhupfform (1 Liter Fassungsvermögen) fetten und mit Mehl ausstreuen. Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker schaumig rühren. Öl, Zitronenschale und -saft unterrühren. Die Dotter nach und nach zugeben. Eiweiß steif schlagen und unter den Teig heben. Zum Schluss den Schlagobers halbfest aufschlagen und unter den Teig heben. Das macht ihn besonders fluffig! Den Teig in die Form füllen und backen.
2. Während der Kuchen bäckt Zitronensaft und Zucker in einem Topf einmal aufkochen und den Zucker dabei komplett auflösen. Den Kuchen noch heiß auf eine Kuchenplatte stürzen und mit dem heißen Sirup bepinseln. Dadurch bleibt er saftig und bekommt noch eine extra zitronige Note.
3. Wenn der Kuchen komplett ausgekühlt ist, Staubzucker und etwas Milch oder Zitronensaft zu einer dicken Glasur rühren und den Gugelhupf damit übergießen.

Donnerstag, 21. August 2014

Bananen Nutella Torte

Sebi hat Geburtstag und bekommt deswegen einen zweistöckigen, saftig-süßen Bananen-Nutella-Traum, der inzwischen schon bis aufs letzte Stückchen aufgegessen ist. Die Torte besteht aus drei Schichten (Bananenkuchen, Nutella-Buttercreme, Bananenkuchen) und ist zudem noch komplett mit Creme bedeckt und mit Zuckerstreuseln verziert. Eine ziemliche Bombe!

Ich bin nur selten für Buttercreme zu begeistern, aber diese ist ein bisschen anders, weil sie zu einem großen Teil aus Nutella besteht und dadurch nicht nur nach Fett und Zucker, sondern vor allem nach Schokolade und Haselnüssen schmeckt. Für solche bombastischen Geburtstagstorten verewige ich ja eher selten ein Rezept auf dem Blog, weil ich das genau gleiche meistens nie mehr brauche. Nicht weil sie nicht absolut köstlich gewesen wäre, sondern weil das Leben einfach zu kurz ist um zweimal die gleiche Torte zu backen. Diesmal ist das aber ein bisschen anders, weil man sich beide Komponenten, also Bananenkuchen und Nutella-Buttercreme auch getrennt merken sollte. Die Kombination ist unbestreitbar großartig, aber aus dem Bananenteig habe ich zum Beispiel mit Frischkäse-Frosting schon sehr gute Cupcakes gemacht und auch die Nutella-Buttercreme passt wunderbar zu Haselnuss- oder Schokocupcakes.




Bananen Nutella Torte
adaptiert von Food52 und Sally's Baking Addiction

für den Bananenkuchen:
300g Zucker
100g Butter
2  Eier, getrennt
2 Bananen, püriert
125ml Sauerrahm
200g Mehl
1 Tl Natron
1 Prise Salz

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und zwei Springformen mit 20cm Durchmesser fetten und mit Mehl ausstäuben oder mit Backpapier auslegen. (Wer nur eine Springform hat, macht am besten zuerst den halben Teig in der einen Form. Während diese bäckt bereitet man die zweite Hälfte Teig vor und bäckt den zweiten Boden anschließend.) 
2. Zucker und Butter in einer Schüssel schaumig schlagen. Eidotter, Bananen und Sauerrahm nacheinander zugeben und unterrühren. Eiweiß in einer zweiten Schüssel steif schlagen. Mehl, Natron und salz mischen und über den Teig sieben, danach kurz unterrühren. Eiweiß vorsichtig unter den Teig heben, alles gleichmäßig auf die zwei Formen verteilen. 25-30 Minuten backen.
3. Die noch heißen Kuchen vorsichtig vom Rand lösen, auf ein Gitter stürzen und komplett auskühlen lassen. Wenn sie kühl sind, einen Boden auf eine Tortenplatte setzen und mit einer guten Portion Nutellacreme bedecken. (Die Menge ist Geschmacksache.) Den zweiten Boden darauf setzen und die ganze Torte mit einer dünnen Schicht Creme einstreichen. Das geht am besten mit einer Tortenpalette. Dabei kann man ruhig noch den Teig stellenweise durchsehen, es geht nur darum alle Brösel in einer ersten Schicht einzuschließen und eine glatte Oberfläche zu schaffen. Die Torte mindestens eine Stunde kühlstellen bis die Buttercreme fest wird und bei Berührung nicht verschmiert.
4. Nun ein zweites Mal die ganze Torte mit einer dickeren Schicht einstreichen und nach Wunsch verzieren. Dabei kann man die Oberfläche ganz glattstreichen oder bewusst unregelmäßige Wellen oder Spitzen formen oder die Creme in eine Spritztülle füllen und damit verzieren. Zuckerstreusel sind auch nie verkehrt.

für die Nutella Buttercreme:
230g weiche Butter
240g Staubzucker, gesiebt
220g Nutella
2 El Sauerrahm
1 Prise Salz (Schokolade liebt Salz!)

1. Butter schaumig aufschlagen. Staubzucker darüber sieben und alles weiter aufschlagen. Nutella, Sauerrahm und Salz unterrühren und die Creme noch ein paar Minuten aufschlagen bis sie schön fluffig und cremig ist. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren. Wenn man für die Torte nicht alles verbraucht (ich hatte noch einen guten Becher voll übrig), kann die Creme noch ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Donnerstag, 14. August 2014

Apfel Ingwer Granola

Der Bär achtet neuerdings auf seinen Cholesterinspiegel und isst statt Wurst und Käse jetzt täglich eine Schüssel Müsli zum Frühstück. Aber nicht irgendeines, sondern nur die köstlichen Knusper-Spezialmischungen aus der Aluetten-Küche natürlich. Das freut mich sehr, weil mir das Frühstück sowieso die liebste Mahlzeit ist und ich so alle möglichen Kombination ausprobieren kann. Zum Beispiel diese schon etwas herbstliche Mischung aus getrockneten Äpfeln (anscheinend besonders gut um die Cholesterinwerte zu senken), Ingwer, Haselnüssen, Honig und Zimt.



Noch mehr Lieblingsrezepte: Judiths Super Granola und Schoko Nuss Knuspermüsli

Apfel Ingwer Granola
200g Müsli (Basismischung aus verschiedenen Flocken, Körnern und Samen)
50g gehobelte Mandeln
50g grob gehackte Haselnüsse
30g Chia-Samen (optional)
2 Tl Zimt
1-2 El Kokosöl
90ml Honig
40g kandierter Ingwer, gehackt
100g getrocknete Apfelringe, in kleine Stücke geschnitten

1. Backrohr auf 160°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
2. Müsli mit Mandeln, Haselnüssen und Zimt mischen. Kokosöl und Honig leicht erwärmen bis der Honig dünnflüssig und das Kokosöl geschmolzen sind. Unter die Müslimischung rühren, alles auf dem Blech möglichst flach verteilen und 30-40 Minuten backen bis das Granola goldbraun ist, dabei alle 15 Minuten umrühren. In den letzten 5 Minuten Backzeit die Apfelstücke dazugeben, damit die auch noch ein bisschen Farbe bekommen.
3. Granola komplett auf dem Blech auskühlen lassen. Zum Schluss noch den Ingwer unterrühren, in ein Glas füllen und luftdicht verschließen.

Freitag, 8. August 2014

M is for Marzie – Pfirsich Heidelbeer Pie mit frischem Ingwer

Das kleine Krebsen hat Geburtstag und ich bin nicht in Wien! Das ist eine Frechheit und zieht daher gleich zwei Geburtstagstorten nach sich. Die Vorgeburtstagstorte ist ein klassisch amerikanischer Pfirsich-Heidelbeer-Pie mit einer herrlich blättrigen und buttrigen Kruste. Das ist der erste Pie dieser Art den ich je gemacht habe und er war so, so großartig! Der Teig geht schon fast in Richtung Blätterteig und passt so fein und knusprig perfekt zu den reifen, süßen Sommerfrüchten, die in der Mitte blubbern. Man braucht ein ziemlich großes Maß an Selbstbeherrschung um ihn nicht sofort anzuschneiden und sich fürchterlich die Zunge zu verbrennen. Am besten wartet man geduldig zwei Stunden oder noch länger bis er nur noch leicht warm ist und die Obstsäfte Zeit hatten etwas einzudicken. Dann schneidet man sich ein großzügiges Stück heraus, serviert es mit einer Kugel Vanilleeis und nennt es Mittagessen.






Pfirsich Heidelbeer Pie
Teig adaptiert aus dem Smitten Kitchen Kochbuch
315g Mehl
1 El Zucker
1/2 Tl Salz
225g eiskalte Butter, in kleinen Würfeln
120ml Eiswasser

Fülle
1,5kg reife Pfirsiche
150g Heidelbeeren
Saft einer halben Zitrone
1 Tl frisch geriebener Ingwer
100g Zucker
4 El Speisestärke

1 Dotter mit 1 Tl Wasser verquirlt zum Bestreichen
Zucker zum Bestreuen

1. Für den Teig sollten alle Zutaten und Geräte mit denen man arbeitet möglichst kalt sein und man sollte alles recht schnell verarbeiten damit die Butter keine Zeit hat weich zu werden. Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die gewürfelte Butter mit den Fingern grob unter die Mehlmischung reiben. Eiswasser dazugeben und alles kurz verkneten bis der Teig zusammenhält, aber noch immer kalt ist und Butterstückchen zu sehen sind. Den Teig in zwei Portionen teilen, leicht flach drücken, in Folie einwickeln und mindestens 2 Stunden und bis zu drei Tagen im Kühlschrank rasten lassen.
2. Für die Fülle die Pfirsiche kurz in kochendem Wasser blanchieren, kalt abschrecken und schälen. Danach entsteinen und in dünne Spalten oder Scheiben schneiden. Alle anderen Zutaten für die Fülle unterheben, kühlstellen.
3. Backrohr auf 220°C vorheizen. Arbeitsfläche gut mit Mehl bestäuben und eines der beiden Teigstücke schnell kreisförmig ausrollen. Das andere Stück im Kühlschrank lassen. (Je kälter der Teig bleibt umso leichter ist er zu verarbeiten. Bei einer klassischen Pie-Form mit etwa 24cm Durchmesser den Kreis auf ca. 30cm Durchmesser ausrollen. Andere runde Ofenformen gehen natürlich auch.) Den Teig über das Nudelholz legen und so in die Ofenform manövrieren. Der Teig sollte die Form komplett auslegen und einen mindestens 1cm breiten Rand überstehen lassen. Überflüssigen Rand abschneiden. Die Fülle in die Form füllen und wieder in den Kühlschrank stellen.
4. Die zweite Teighälfte ebenso schnell und rund ausrollen. Mit einem kleinen Keksausstecher ein paar Luftlöcher in den Teigdeckel stechen oder einfach kreiförmig ein paar Schlitze einschneiden. Den Pie aus dem Kühlschrank holen und den Teigrand mit den Fingern anfeuchten. Den Teigdeckel darüberheben und an den Rändern leicht andrücken. Die überstehenden Ränder nach unten hinein in die Form falten und wer Lust hat kann ihn ganz klassisch in Wellenform drücken. Sonst einfach darauf achten, dass Boden und Deckel gut miteinander verklebt sind.
5. Den Pie mit der Eimischung einpinseln und mit etwas Kristallzucker bestreuen. 20 Minuten bei 220°C backen, danach die Temperatur auf 190°C reduzieren und etwa 40 Minuten weiterbacken bis der Pie schön goldbraun ist und das Obst durch die Luftlöcher blubbert. Mindestens 2 Stunden abkühlen lassen und am besten mit Vanilleeis servieren.

Dienstag, 29. Juli 2014

Bananen Müsliriegel

In meiner Handtasche findet man immer mindestens eine Sorte Hustenzuckerl, ein Stück Schokolade oder Müsliriegel. Wenn ich unterwegs bin und nicht weiß wo ich das nächste Mal etwas Essbares auftreibe, macht mich das nervös. Und da ich gerade auf einer Reise mit dem Auto quer durch Island bin und nicht auf Tankstellen-Hotdogs angewiesen sein will, habe ich mir zu Hause extra noch ein paar gesunde Snacks gemacht.

Das angenehme an diesen Müsliriegeln ist, dass die Körner gut durch das Bananenpüree zusammengehalten werden und man nicht extra Honig oder Fett hinzufügen muss. Sie schmecken daher aber auch nur leicht süß und sind auch nicht sehr knusprig. Das mag vielleicht nicht jeder, aber mir schmecken sie sehr gut. Das perfekte Frühstück für unterwegs!



Bananen Müsliriegel
2 sehr reife, pürierte Bananen
2 Becher Müsli (ein Mix aus verschiedenen Getreideflocken und Samen wie Hafer, Dinkel, Buchweizen, Chia, Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne, …)
4 El gehackte Datteln (etwa 6-8 Stück)
4 El grob gehackte Haselnüsse
2 El Kakaobohnenstücke (optional)
1/2 Tl Zimt

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine quadratische Backform mit 20cm Kantenlänge mit Backpapier auslegen.
2. Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen, dann die Bananen dazugeben und alles gut vermischen. Die Masse in die Form füllen und gleichmäßig flachdrücken. 30 Minuten backen bis die Ränder goldbraun werden.
3. Auf ein Brett stürzen, das Backpapier abziehen und komplett auskühlen lassen. Mit einem scharfen Messer Riegel abschneiden und einzeln in Butterbrotpapier einwickeln. Am besten im Kühlschrank aufbewahren. In den ersten paar Tagen schmecken sie am besten, man kann sie aber auch einfrieren und portionsweise auftauen.

Montag, 21. Juli 2014

Haferflockenkuchen mit Sommerbeeren und Knuspermandeln

Bevor es morgen in den kühlen Norden geht, wird hier noch einmal kurz der Sommer mit seinen köstlichen Beeren zelebriert. Das ist ein saftiger, ganz einfacher Rührkuchen mit Knusperkruste zu dem süße Sommerbeeren großartig passen. Auch Apfel- oder Marillenspalten kann ich mir sehr gut vorstellen.



Haferflockenkuchen mit Sommerbeeren und Knuspermandeln
adaptiert von Bakers Royale
60g Haferflocken (Feinblatt)
200ml kochendes Wasser
150g Rohrohrzucker
50g weiche Butter
1 Ei
110g Mehl
1 Prise Salz
1/2 Tl Natron
1/2 Tl abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone (oder Orange)
120g gemischte Beeren (Ribisel, Himbeeren, Brombeeren,…)
40g gehobelte oder gehackte Mandeln (oder beides gemischt)

1. Kochendes Wasser über die Haferflocken gießen, umrühren und 10 Minuten beiseite stellen. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Springform (20cm Durchmesser) fetten.
2. Rohrzucker und Butter mit einem Kochlöffel unter die Haferflocken rühren bis die Butter geschmolzen ist. Danach das Ei und die Zitronenschale unterrühren.
3. Mehl, Salz und Natron mischen und unter den Teig heben. Teig in die Form füllen und abwechselnd mit Mandeln und Beeren bestreuen. Etwa 40 Minuten backen bzw. bis der Kuchen durchgebacken ist (Stäbchenprobe).

Freitag, 11. Juli 2014

Feiner Mandelkuchen

Es regnet schon den ganzen Tag, aber das macht nichts. Zum Backen ist nämlich alles da und ich kann ganz gemütlich im Pyjama Rezepte ausprobieren und Schüsseln ausschlecken. Das heutige Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen, es schmeckt auch noch hervorragend! Ein feiner, saftiger Mandelkuchen mit einer ordentlichen Portion Marzipan und knusprigen Mandelhobeln obendrauf. Ganz pur, simpel und köstlich, ist schnell gemacht und genau das Richtige für einen verregneten Sommertag.





Mandelkuchen
adaptiert von Pastry Affair
150g Marzipan (Mandelanteil sollte bei über 50% liegen)
2 Eier
85g Zucker
75g weiche Butter
1/2 Tl Vanillepulver
85g Mehl
1 Prise Salz
1/2 Tl Backpulver

50g Staubzucker
etwas Milch
gehobelte Mandeln zum Bestreuen

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Springform mit 20cm Durchmesser fetten. Marzipan klein würfeln und mit den Eiern in eine Schüssel geben. Mit dem Mixer aufschlagen und zu einer möglichst glatten Masse rühren. (Noch besser geht das in einer kleinen Küchenmaschine mit S-Klinge.) Nacheinander Zucker, Butter und Vanillepuder dazugeben und weiter aufschlagen. Die Masse soll hell und cremig sein.
2. Mehl, Salz und Backpulver in einer zweiten Schüssel mischen, unter die Marzipanmasse heben und den Teig in die Form füllen. Etwa 30 Minuten backen bzw. mit einem Holzstäbchen testen ob der Kuchen durchgebacken ist.
3. Während der Kuchen bäckt kann man die gehobelten Mandeln auf ein Blech oder in eine kleine Auflaufform streuen und 10-15 Minuten mitbacken bis die Mandeln anfangen leicht zu bräunen. Danach für die Dekoration beiseite stellen.
4. Den fertigen heißen Kuchen 10 Minuten in der Form stehen lassen. Danach auf ein Kuchengitter stürzen und komplett auskühlen lassen.
3. Staubzucker mit etwas Milch zu einer dünnen Glasur verrühren und über den Kuchen träufeln. Zum Schluss noch mit den knusprigen Mandeln bedecken.