Samstag, 23. Mai 2015

Erdbeer Rhabarber Pie mit Balsamico

Erdbeeren! Rhabarber! Frühling! Zeit wird's! Endlich gibt's beim Einkaufen ein bisschen mehr Auswahl, als die öden Bananen, unreifen Mangos und mehligen Äpfel. Zur Feier der Saison backe ich einen saftig blubbernden Pie mit viel frischem Obst und einem Schuss Balsamico, weil der gerade zu den Erdbeeren wunderbar passt.

Die Idee dazu stammt aus dem großartigen Pie-Backbuch der Four & Twenty Blackbirds Bäckerei in Brooklyn, in der ich vor ein paar Wochen war. Gemütlich ist es dort, in einem kleinen Ecklokal in einer Straße wo sonst nur Wohnhäuser sind, mit dunklen Holztischen und duftenden Pies mit ausgefallenen Geschmackskombinationen in der Vitrine. Da man bei einem kurzen Besuch, aber auch nur eine begrenzte Anzahl Pies verkosten kann, habe ich ihr Buch mitgenommen um die köstlich klingenden Kreationen von Lavender Honey Custard bis Black Currant Lemon Chiffon selbst nachzubacken. Die Testküche ist in nächster Zeit also gut beschäftigt, liebes Krebsen.

PS: Lies meine Anmerkungen am Ende des Rezepts, bevor du ihn nachbäckst.

Noch mehr empfehlenswerte Aluetten Rezepte: Pfirsich Heidelbeer Pie und Apple Pie mit Haferflockenstreuseln



Erdbeer Rhabarber Pie mit Balsamico

für den Teig:
315g Mehl
1 Prise Salz
1 El Zucker
225g kalte Butter, in Stücken
100ml kaltes Wasser gemischt mit 20ml Apfelessig und Eiswürfeln

für die Fülle:
500g Erdbeeren, geviertelt
500g Rhabarber, in 1cm breite Stücke geschnitten
250g Zucker
1 kleiner Apfel, geschält und gerieben
2 El Balsamico
1 Prise frischer schwarzer Pfeffer
1 Prise Salz
4 El Speisestärke

1 Ei mit einem Esslöffel Wasser verquirlt zum Bestreichen
Kristallzucker zum Bestreuen


1. Für den Teig sollten alle Zutaten und Geräte mit denen man arbeitet möglichst kalt sein und man sollte alles recht schnell verarbeiten damit die Butter keine Zeit hat weich zu werden. Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die gewürfelte Butter mit den Fingern grob unter die Mehlmischung reiben. Eiswasser dazugeben und alles kurz verkneten bis der Teig zusammenhält, aber noch immer kalt ist und Butterstückchen zu sehen sind. Den Teig in zwei Portionen teilen, leicht flach drücken, in Folie einwickeln und mindestens 2 Stunden und bis zu drei Tagen im Kühlschrank rasten lassen.
2. Für die Fülle das Obst in eine Schüssel geben und mit 3 El von den 250g Zucker bestreuen, unterheben und eine habe Stunde bis Stunde ziehen lassen. Den restlichen Zucker mit Salz, Pfeffer und Speisestärke mischen, beiseite stellen.
3. Arbeitsfläche gut mit Mehl bestäuben und eines der beiden Teigstücke schnell kreisförmig ausrollen. Das andere Stück im Kühlschrank lassen. (Je kälter der Teig bleibt umso leichter ist er zu verarbeiten. Bei einer klassischen Pie-Form mit etwa 24cm Durchmesser den Kreis auf ca. 30cm Durchmesser ausrollen. Andere runde Ofenformen gehen natürlich auch.) Den Teig über das Nudelholz legen und so in die Ofenform manövrieren. Der Teig sollte die Form komplett auslegen und einen mindestens 1cm breiten Rand überstehen lassen. Überflüssigen Rand abschneiden. Das Obst abseihen (aus der gewonnenen Flüssigkeit lassen sich super Cocktails mixen, mit Wodka und Soda zum Beispiel) und Balsamico und geriebenen Apfel dazugeben. Die Zuckermischung darüber streuen und vorsichtig unterheben. Alles in die Form füllen und wieder in den Kühlschrank stellen.
4. Die zweite Teighälfte ebenso schnell und rund ausrollen. Für die einfache Variante nur ein paar Luftlöcher einschneiden oder ausstechen bzw. für das Gitter den Teig in Streifen schneiden. Den Pie aus dem Kühlschrank holen und den Teigrand mit den Fingern anfeuchten. Den Teigdeckel darüberheben bzw. flechten und an den Rändern leicht andrücken. Die überstehenden Ränder nach unten hinein in die Form falten und wer Lust hat kann ihn ganz klassisch in Wellenform drücken. Sonst einfach darauf achten, dass Boden und Deckel gut miteinander verklebt sind. Nochmal etwa 15 Minuten in den Kühlschrank stellen und inzwischen das Backrohr auf 220°C vorheizen.
5. Den Pie mit der Eimischung einpinseln und mit etwas Kristallzucker bestreuen. 20 Minuten bei 220°C backen, danach die Temperatur auf 190°C reduzieren und etwa 40 Minuten weiterbacken bis der Pie schön goldbraun ist und das Obst durch die Luftlöcher blubbert. Mindestens 2 Stunden abkühlen lassen und am besten mit Vanilleeis servieren.
Anmerkungen: 
• Es empfiehlt sich den Rhabarber einen Tag vorm Backen in Stücke zu schneiden, einzufrieren und in einem Sieb wieder aufzutauen um so viel Flüssigkeit wie möglich loszuwerden.
• Saftige Pies wie diesen hier zum Backen immer auf ein Backblech und nicht nur auf ein Gitter stellen! Die Flüssigkeit kocht gerne über und verbrennt sonst am Boden des Backrohrs.
• Die Adaptionsmöglichkeiten für dieses Rezept sind endlos. Der Teig bleibt immer der gleiche und man kann ihn mit jeder Obstkombination füllen, auf die man Lust hat. Dabei empfehle ich 1-1,5kg Obst, 100-250g Zucker (kommt aufs Obst an, bei Äpfeln alleine reichen 100g, Rhabarber braucht mehr), 3-4 El Speisestärke, 2 El Zitronensaft (oder Balsamico) und Gewürze nach Belieben (Ingwer, Zimt, Pfeffer, 

Dienstag, 12. Mai 2015

Milchschoko Vanille Cookies

Schon irgendwie komisch Vanillepuddingpulver in einen Keksteig zu mischen, aber wenn das Ergebnis so genial ist, frage ich nicht nach. Schön dick und weich werden die Cookies und schmecken köstlich nach Vanille und den kleingehackten Osterhasen, die ich noch dazu gegeben habe. Normale Schokolade – ob Milch oder Zartbitter – funktioniert natürlich ebenso gut. Genauso wie Mandeln oder M&Ms zum Beispiel…




Milchschoko Vanille Cookies
130g Mehl
1 Prise Salz
1/2 Tl Natron
100g weiche Butter
75g brauner Zucker
25g Zucker
1 Pk (37g) Vanillepuddingpulver
1/2 Tl Vanillepulver oder Vanilleextrakt
1 großes Ei
150g gehackte Milchschokolade

1. Mehl, Salz und Natron mischen, beiseite stellen.
2. In einer Schüssel Butter und Zucker 5 Minuten schaumig aufschlagen. Puddingpulver, Vanille und Ei dazugeben und verrühren. Mehlmischung dazugeben und kurz unterrühren. Zum Schluss die Schokolade kurz unterrühren. Teig in Folie wickeln und mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
3. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Aus dem Teig Kugeln rollen (je 50g), mit einigem Abstand aufs Blech legen (8 Stück gehen sich gut auf einmal aus) und 10-12 Minuten backen, bis die Ränder anfangen hellbraun zu werden und die Cookies in der Mitte gerade nicht mehr feucht glänzen. Nicht zu lange backen, sonst sind sie nachher nicht mehr weich in der Mitte!  Luftdicht verpackt halten sie sich etwa eine Woche.

Sonntag, 26. April 2015

Bananenbrot mit Walnussstreuseln

Nach gut viereinhalb Jahren wird es Zeit mein erstes Bananenbrot-Rezept zu überarbeiten. Das erste war ja schon gut, aber dieses ist größer, saftiger und noch viel fantastischer! Ausserdem sind noch Walnussstreusel dabei und wie man weiß, liebes Krebsen, machen Streusel alles noch ein bisschen besser.

Das ist ab jetzt mein neues Bananenbrot-Basisrezept, das man nach Belieben mit Gewürzen (Zimt, Vanille, Muskat, Kardamom,…) und anderen Zusätzen wie Schokolade, gehackten Nüssen, Streuseln usw. adaptieren kann.




Bananenbrot mit Walnussstreuseln
250g Mehl
1 Prise Salz
2 Tl Backpulver
100g weiche Butter
150g Zucker (brauner Zucker ist auch sehr gut dazu)
1 Tl Vanillepulver, -extrakt oder 1 Pk Vanillezucker
1 El Rum oder Whiskey
2 große Eier
6 El Sauerrahm
3-4 zerdrückte, sehr reife Bananen (etwa 350ml)

Streusel
50g Butter
100g Zucker
50g Mehl
1 Prise Salz
80g grob gehackte Walnüsse

1. Backrohr auf 180°C vorheizen, eine Kastenform fetten und mit Mehl ausstreuen. Für die Streusel Butter, Zucker, Mehl und Salz mit den Fingern zu Streuseln verreiben. Nüsse dazugeben und unter die Streusel drücken, in den Kühlschrank stellen.
2. Mehl, Salz und Backpulver in einer Schüssel mischen. Weiche Butter, Zucker und Vanille in einer zweiten Schüssel schaumig schlagen, Rum oder Whiskey und Eier dazugeben und verrühren. Sauerrahm und Bananenbrei dazugeben und verrühren. Mehlmischung dazugeben und alles kurz vermengen.
3. Die Hälfte der Masse in die Kastenform gießen, ein Drittel der Streusel darüberstreuen, den Rest der Teigmasse darüber streichen und mit den restlichen Streuseln abschließen. Etwa eine Stunde backen. (Stäbchenprobe) Eine halbe Stunde in der Form auskühlen lassen, dann vorsichtig herauslösen und auf einem Gitter ganz auskühlen lassen. Der Kuchen bleibt luftdicht verpackt gut drei Tage saftig.

Dienstag, 14. April 2015

Die perfekte Ganache

Ich backe jetzt ab und zu für das neu eröffnete "Spektakel" in Wien und bin bei den Cupcakes-Frosting-Recherchen dazu letztens auf die perfekte dunkle Ganache gestoßen. Die wird nicht hart, sondern bleibt glänzend und cremig und eignet sich damit ideal als Frosting und Füllung für Cupcakes und Kuchen.

Die Cupcakes im Bild sind übrigens von diesem großartigen Rezept und zusätzlich mit Granatapfelsirup aromatisiert. Mmmmmmh…


Die perfekte Ganache
50g Butter
150g Zucker
75g Kakaopulver
1 Prise Salz
90ml Schlagobers
60ml Sauerrahm

1. Butter, Zucker, Kako, Salz und Obers in einem kleinen Topf gut verrühren. Die körnige Masse langsam erhitzen, dabei ständig umrühren. Wenn sie heiß ist, vom Herd nehmen, Sauerrahm einrühren und abkühlen lassen. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.

Montag, 16. März 2015

Blutorangen Topfentarte

Im Moment ist nur wenig Zeit für neue Backexperimente, aber eine kleine Tarte zur Entspannung muss sich ausgehen – vor allem wenn gerade Blutorangensaison ist. Die Creme ist eine Adaption von Mamas weltbestem Topfenblechkuchen, mit Orangenschale und dichter, ohne dabei so schwer wie ein Cheesecake zu werden.

Die Verhältnisse im Teig sorgen für die perfekte Mürbteigkonsistenz, für eine Tarte wird aber ein Teil übrig bleiben. Den kann man entweder für eine zweite Tarte verwenden oder für ein anderes Mal einfrieren. Auch vorgebackene Böden lassen sich gut einfrieren. Der Mohn passt besonders gut zu den Blutorangen, ist aber optional.

Nicht das beste Foto, aber die Tarte ist großartig!



Blutorangen Topfentarte
für den Teig:
250g Mehl
125g Butter
60g Zucker
1 Ei
abgeriebene Schale einer Bio-Orange
2 El Mohn (optional)

für die Creme:
375g Topfen (20%)
190g Sauerrahn
3/4 Packerl Vanillepuddingpulver (28g)
150g Zucker
2 Eier
abgeriebene Schale einer Bio-Orange

3-4 Blutorangen

1. Für den Teig alle Zutaten schnell zu einem Mürbteig verkneten, in Folie wickeln und mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
2. Backrohr auf 180°C vorheizen. Den Teig auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche dünn ausrollen und eine Tarteform (26-28cm) damit auslegen. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und 15-20 Minuten vorbacken.
3. Backrohr auf 160°C runter schalten. Für die Creme alle Zutaten zu einer glatten Creme rühren, in den Teigboden gießen und backen bis die Oberfläche beginnt fest zu werden. (Wenn man die Orangenscheiben gleich zu beginn auf die Creme legt, drohen sie abzusinken.)
4. Inzwischen mit einem scharfen Messer die Schale der Orangen bis zum Fruchtfleisch abschneiden und dann in dünne Scheiben schneiden. Tarte kurz aus dem Rohr nehmen, die Orangenscheiben darauf nebeneinander verteilen und weiter backen bis die Creme fest ist, aber noch nicht braun. (Insgesamt etwa eine Stunde.) Die Tarte im ausgeschaltenen Backrohr bei geschlossener Tür noch eine Stunde stehen lassen, das verhindert Risse in der Oberfläche. Schmeckt am besten gekühlt am nächsten Tag.

Dienstag, 3. März 2015

Hamantaschen

Am Freitag wird das jüdische Purimfest gefeiert und da gibt es traditionellerweise Hamantaschen – dreieckige, fein buttrige und mürbe Kekse mit verschiedenen Füllungen wie Mohn, Nüssen, Marmelade usw. Meine habe ich mit einer Dattel-Orangen-Paste, Marillenmarmelade und Nutella gefüllt. Je mehr Füllungen man macht, desto mehr Hamantaschen kann man nachher nämlich verkosten, liebes Krebsen!

Die Kekse auf dem Foto sind recht groß geworden, weil der einzige verfügbare runde Keksausstecher ein Serviettenring mit 8cm Durchmesser war. Zwischen 5 und 8cm wird alles gut funktionieren und letztendlich beschwert sich wohl niemand über zu große Kekse.


Hamantaschen
adaptiert von Bon Appétit
250g Mehl
3/4 Tl Backpulver
1 Prise Salz
100g weiche Butter
100g Zucker
1 großes Ei, Zimmertemperatur
+1 Ei, verquirlt mit 2 El Milch oder Wasser zum Bestreichen
Marmelade, Nutella, Mohnfülle und/oder Dattelpaste (Rezept unten) zum Füllen

1. Für den Teig Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker schaumig schlagen, danach das Ei unterrühren. Mehlmischung unterrühren und alles zügig zu einem glatten Teig verarbeite. Zu einer Kugel rollen, in Folie wickeln und zwei Stunden (maximal 2 Tage) in den Kühlschrank legen.
2. Den Teig eine halbe Stunde vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
3. Den Teig auf einer nur leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, Kreise ausstechen (5-8cm Durchmesser) und die Ränder mit Eistreiche bepinseln. In die Mitte eine Portion Fülle setzen (1/2-1 1/2 Tl, je nach Kreisdurchmesser) und an drei Ecken gut zusammendrücken damit beim Backen nichts ausrinnt. In der Mitte soll die Fülle aber herausschauen. Hamantaschen aufs Blech setzen und etwa 20 Minuten backen.

Dattel-Orangen-Paste
adaptiert von Bon Appétit
120g entsteinte Datteln, in Stücke geschnitten
1 Tl abgeriebene Orangenschale
1/2 Tl Zimt
1 Prise Salz
200ml Wasser
1 Tl Butter

1. Alle Zutaten ausser der Butter in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und auf niedriger Flamme etwa 5 Minuten einkochen, bis eine dicke, stückige Paste entsteht. Die heiße Masse mit einem Pürierstab glatt pürieren, Butter unterrühren und kaltstellen. Hält sich im Kühlschrank etwa 4 Tage und schmeckt auch köstlich als Aufstrich, im Joghurt oder in der Bananenmilch.

Dienstag, 24. Februar 2015

Mandelgranola mit Chai-Gewürzen

Knuspriges Mandelgranola mit duftenden Gewürzen für alle Müsli-Puristen – ganz ohne Trockenfrüchte und anderen Schnickschnack. Perfekt zum Frühstück mit Milch oder um vier Uhr in der Früh direkt aus dem Glas, wenn man auf der Couch die Oscarverleihung schaut und das Popcorn ausgegangen ist. Die Gewürzmischung dafür nennt sich eigentlich "Arabisches Kaffee und Dessertgewürz", aber das klingt dann doch ein bisschen sperrig. Sie enthält Kardamom, Zimt, Muskat, Piment, Nelke, Vanille und Pfeffer und ich habe sie bei Curry me home in Wien gekauft. Sonnentor hat eine vergleichbare Mischung namens "Aladins Kaffeegewürz". Man kommt aber natürlich auch ohne fertiger Gewürzmischung aus und kann sein Granola mit allem abschmecken, was die Küche hergibt. Ich mache das meistens nach Gefühl und Gusto.



Mandelgranola mit Chai-Gewürzen
250g Flockenmischung (Haferflocken, Weizenflocken, Dinkelflocken, …)
150g gehobelte Mandeln
1 Prise Salz
2 Tl Kaffeegewürz
125ml Ahornsirup, Honig oder eine Mischung
60ml Kokosöl, geschmolzen

1. Backrohr auf 150°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
2. Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermischen, flach auf dem Blech verteilen und etwa 45 Minuten backen bis das Granola goldbraun ist. Dabei alle 15 Minuten umrühren, damit alles gleichmäßig bräunt.
3. Auf dem Blech komplett abkühlen lassen und danach in einem luftdichten Behälter aufbewahren.

Montag, 9. Februar 2015

Mohnbabka

Zum Geburtstag hat mir der Bär eine jüdische Backbibel geschenkt. Einen dicken Wälzer mit vielen, vielen köstlichen Rezepten für Challahs, Cheesecakes, Bagels, Rugelach, Mandelbrot und noch viel mehr. Das Buch ist mittlerweile mit Lesezeichen übersät, aber irgendwo muss man ja einmal anfangen.

Ein Babka ist quasi ein Striezel aus luftigem Germteig mit einer süßen Füllung aus Schokolade, Mohn, Nüssen, Marzipan oder Marmelade. Gefüllte Germteige dieser Art gibt es in Mittel- und Osteuropa – von Beugel bis Gubana – ja zuhauf. Ich finde alle köstlich und habe auch schon einige Varianten ausprobiert, wie man hier, hier und hier sehen kann.

Für diesen Babka habe ich mein eigenes Germteigrezept verwendet und die Mohnfülle aus dem jüdischen Backbuch. Manchmal kann Gebäck mit Mohn ja recht schwer und trocken werden, aber dieses Rezept ist weit davon entfernt. So, so köstlich war das! Weich, fluffig, extrem saftig und nach zwei Tagen aufgegessen – ein gelungenes Debüt für das neue Buch.




Mohnbabka
für die Fülle (adaptiert von "A Treasury of Jewish Holiday Baking"):
125ml Wasser
250ml Milch
110g gemahlener Mohn
100g Zucker
3 El Butter
2 El Honig
1 El abgeriebene Zitronenschale
40g gehackte Rosinen
1 Prise Salz
1 Prise Zimt
4 El Marmelade oder Powidl

für den Teig:
300g glattes Mehl
100g Weizenvollkornmehl (kann ohne Probleme durch glattes Mehl oder ein anderes Vollkornmehl wie z.b. Dinkel ersetzt werden)
1 Packerl Germ (7g)
75g Zucker
1/2 Tl Salz
100g weiche Butter
175ml Milch
1 Ei + 1 Dotter, bei Zimmertemperatur

zum Bestreichen:
1 Dotter + 2 El Milch
Mohn

1. Für die Fülle Wasser, Milch und Mohn in einem Topf aufkochen und ein paar Minuten köcheln lassen. Alle anderen Zutaten (bis auf die Marmelade) dazugeben und auf kleiner Flamme köcheln bis die Fülle zu einer Paste eindickt, dabei immer wieder umrühren. Das dauert etwa 10-15 Minuten. Die Fülle abkühlen lassen und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.
2. Für den Teig die Milch lauwarm erwärmen und die weiche Butter einlegen bis sie fast geschmolzen ist. Mehl, Germ, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Ei, Dotter und buttrige Milch dazugießen und mit den Knethaken eines Handrührers 5-10 Minuten zu einem glatten Teig kneten bis er sich vom Schüsselrand löst. Den Teig in eine geölte Schüssel geben, mit Folie oder einem feuchten Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen bis er mindestens doppelt so groß ist.
3. Eine Kastenform mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen, bei dem die lange Kante doppelt so lang ist, wie die Kastenform. Die Fülle bis zum Rand auf dem Teig verstreichen. Den Teig an der langen Kante aufrollen und die entstandene Wurst in der Mitte durchschneiden. Beide Teigstücke nebeneinander legen und ineinander verdrehen. Die Teigspirale in die Kastenform legen und mit der Dotter-Milchmischung einstreichen. Abdecken und wieder an einem warmen Ort gehen lassen bis der Teig ein bisschen über die Formkante schaut.
4. Backrohr auf 180°C vorheizen. Den Babka erneut mit Ei einstreichen und mit Mohn bestreuen. Etwa eine Stunde backen. Nach einer halben Stunde Backzeit den Babka mit Folie oder Backpapier abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. Mit einem Stäbchen testen ob er durchgebacken ist. Der Babka schmeckt auch am nächsten Tag noch köstlich, weil die Mohnfülle alles gut saftig hält.

Montag, 2. Februar 2015

Milchschoko Salzmandel Cookies mit Honig

Inspiriert von einer Tafel Salzmandel-Honigschokolade (Danke Tamara!) und meinen jüngsten Cookie-Erkenntnissen habe ich diesen köstlichen Keks entwickelt. Schön dick, aussen knusprig, innen weich, gefüllt mit cremiger Milchschokolade, salzig knusprigen Mandeln und tollem Honigaroma – was will man mehr?




Milchschoko Salzmandel Cookies mit Honig
reicht für 12 Cookies, je 50g
100g weiche Butter
75g brauner Zucker
75g weißer Zucker
1 Prise Vanillepulver
1 El kräftiger Honig
1 Ei, bei Zimmertemperatur
170g Mehl
1 gute Prise Salz
1/2 Tl Natron
100g Milchschokolade, grob gehackt
50g Salzmandeln, grob gehackt (Wem das nicht geheuer ist, nimmt normale Mandeln und röstet sie 10 Minuten bei 180°C im Backrohr. Abkühlen lassen und grob hacken.)

1. Butter, Zucker und Vanillepulver mit dem Mixer 5 Minuten schaumig aufschlagen. Honig und Ei dazugeben und weiterschlafen bis die Masse hell wird.
2. Mehl, Salz und Natron mischen und kurz unter die Buttermasse rühren. Zum Schluss Schokolade und Mandeln unterrühren. Den Teig in Folie einwickeln und mindestens eine Stunde, noch besser über Nacht, in den Kühlschrank stellen.
3. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Teig zu Kugeln rollen (je 50g) und sechs davon mit genug Abstand auf das Blech setzen. Etwa 12 Minuten backen bis die Ränder goldbraun sind, die Mitte aber noch leicht roh ausschaut. Danach das zweite Blech backen.
4. Die Kekse auf einem Gitter auskühlen lassen oder gleich noch warm mit einem Glas Milch genießen.

Sonntag, 25. Januar 2015

Kransekage

Krebsen, ich habe die perfekte Partytorte gefunden! Das ist ein Kransekage, ein dänisch/norwegischer Silvester- und Hochzeitskuchen aus weich gebackenen Marzipanringen und bunter Zuckerglasur. Absolut köstlich und das perfekte Fingerfood, weil man sich ohne Teller und Besteck ganz einfach ein Stückchen abbrechen kann. Und so hübsch, fast wie bei Mendl's!







Für den Kransekage habe ich dieses Rezept verwendet. Ich bin dann auch noch auf dieses Rezept mit Anleitungsvideo gestoßen, dass noch weniger Zutaten braucht. Funktioniert sicher genauso gut.

Kransekage
500g Marzipan
200g Staubzucker
100g gehobelte Mandeln, zu Mandelmehl gemahlen bzw. geschälte gemahlene Mandeln
2 Eiweiß

für die Glasur:
1 Eiweiß
200g Staubzucker
optional Speisefarbe und bunte Zuckerstreusel

1. Staubzucker und Mandeln gut vermischen und mit Eiweiß und Marzipan zu einem homogenen, klebrigen Teig verarbeiten. In einer Schüssel abgedeckt 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen.
2. Backrohr auf 190°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Teig zu Würsten mit etwa 2cm Durchmesser rollen und an den Seiten schräg andrücken damit eine leichte Pyramidenform entsteht.* Die Würste in 8 unterschiedlich lange Stücke schneiden (7cm, 8cm, 12cm, 16cm, 20cm, 24cm, 28cm, 32cm). Aus der 7cm Wurst eine Kugel formen und durch Andrücken in eine stumpfe Kegelform bringen. Die restlichen Würste zu Ringen formen und die Nahtstellen mit etwas Wasser glatt verkleben. Alle Elemente auf das Backblech setzen und etwa 12 Minuten goldbraun backen. Auskühlen lassen.
3. Für die Glasur Eiweiß und Staubzucker glatt rühren. Traditionellerweise bleibt die Glasur auf einem Kransekage weiß, man kann sie aber natürlich nach Belieben einfärben. Die Glasur in einen kleinen Spritz- oder Gefrierbeutel füllen, die Spitze abschneiden und den größten Ring mit geschwungenen Linien verzieren. Den nächsten Ring daraufsetzen, wieder glasieren usw. bis man bei der Spitze angekommen ist. Trocknen lassen und servieren.**


*Um den Teig in Form zu bringen gibt es mehrere Möglichkeiten. Da er sehr klebrig ist, rollt man ihn entweder mit nassen Händen oder auf einer mit Staubzucker bestreuten Arbeitsfläche aus. Ich habe auch gesehen, dass man den Teig in einen Spritzbeutel füllen kann und die Ringe direkt aufs Blech spritzt, kann aber nicht sagen wie gut das funktioniert.

** Für den Transport empfiehlt es sich, nicht gleich alle Elemente aufeinander zu kleben, sondern die verzierten Ringe einzeln trocknen zu lassen und erst vor Ort alles zusammen zu setzen. Die Torte lässt sich auch gut am Tag davor vorbereiten.